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Ostholstein Süsel steht vor noch größerem Finanzloch
Lokales Ostholstein Süsel steht vor noch größerem Finanzloch
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21:15 15.11.2016
Bald auch in Süsel: ein Lübecker Wasserschwein. FOTO: WOLFGANG MAXWITAT

Schlechte Nachricht für die Gemeinde Süsel: Für das nächste Jahr klafft in der Kasse ein größeres Loch als bisher kalkuliert. War im Haushaltsentwurf für 2017 bislang ein Fehlbetrag von 511000 Euro ausgewiesen, wächst das Defizit nun noch einmal um 307000 Euro. Hauptgrund ist der jüngste Haushaltserlass aus dem Kieler Innenministerium. Danach ändert sich der kommunale Finanzausgleich so, dass die Kreise im nächsten Jahr mehr und die Kommunen weniger Geld – sogenannte Schlüsselzuweisungen – erhalten.

Vor einer Woche wurden die neuen Zahlen der Gemeinde mitgeteilt, erfuhren die Mitglieder des Finanzausschusses der Gemeinde am Montagabend. Der Ausschuss muss nun den rund 250 Seiten starken Haushaltsentwurf noch einmal mit dem Ziel von Einsparungen durchkämmen. Auch die Fraktionen werden sich mit der neuen Situation beschäftigen.

Auf Unmut stieß im Finanzausschuss die Kostenentwicklung beim Umbau der Spielstube Kunterbunt. Den Betrieb der Kita hatte im Sommer der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) übernommen. Weil ein Trägerwechsel einer Neuzulassung gleichkommt, muss wegen neuer Vorschriften etwa bei Brandschutz oder Unfallverhütung nachgerüstet werden. 52 000 Euro sind unter anderem für Küche, Umbau von Umkleide und WC, für Lüftung und Akustikdecken vorgesehen, nachdem bereits ein neuer Zaun mit rund 18000 Euro zu Buche geschlagen hat. Viele Umbauten sind auch erforderlich, weil in der Kita Mittagessen gekocht werden soll. Der Ausschuss will das überprüfen und mit den Kosten einer Essensanlieferung vergleichen.

Bürgermeister Holger Reinholdt (FWS) will sich weiter dafür stark machen, dass die Kreuzung am Süseler Baum durch einen Kreisel ersetzt wird. Dort war es in jüngerer Vergangenheit zu drei schweren Unfällen gekommen. Trotzdem ergab ein Gespräch mit Vertretern der Polizei, der Verkehrsbehörde des Kreises, dem Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr, den Fachdiensten der Gemeinde und den Dorfvorstehern von Süsel und Middelburg Anfang Oktober keine Bewegung Richtung Kreisel.

„Wir wollen es weiter versuchen“, kündigte Reinholdt im Ausschuss an. Er werde sich an Landesverkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) und alle Landtagsabgeordneten aus Ostholstein wenden. Zudem soll aus Richtung Middelburg die Zufahrt zur Kreuzung durch Schwellen und sogenannte „Wasserschweine“ verengt werden. pet

LN

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