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Süseler Moore: Machbares und Wünschenswertes

Süsel Süseler Moore: Machbares und Wünschenswertes

Umweltministerium informiert Grundeigentümer über „freiwillige Maßnahmen“.

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Die Süseler Moore: ökologisch wertvoll als Heimat der Binsen-Schneide, die dort ihren einzigen Standort in ganz Europa hat. Fotos (2): Eckhard Meier

Süsel. Das Verhältnis zwischen dem Kieler Umweltministerium und vielen Grundeigentümern im Lande ist offenbar geprägt von tiefem Misstrauen. Das zeigte sich einmal mehr, als jetzt im Süseler Rathaus darüber diskutiert wurde, wie man der ökologischen Bedeutung zweier Moore im Gemeindegebiet noch besser als bisher gerecht werden könnte.

Die „Lokale Aktion Schwartau-Schwentine“ erstellt derzeit im Auftrag des Umweltministeriums Managementpläne für sogenannte Natura-2000-Gebiete. Zu diesem Netzwerk aus Vogelschutz- und Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Gebieten zählt auch das bereits im Jahr 2010 als solches ausgewiesene FFH-Gebiet „Süseler Baum und Süseler Moor“. Besondere Bedeutung bekommen die beiden Areale durch das Vorkommen der sehr seltenen Binsen-Schneide, die nach Einschätzung von Fachleuten europaweit nur noch dort heimisch ist und in der stärksten Schutzklasse auf der Roten Liste geführt wird.

Carsten Burggraf als Vortragender der „Lokalen Aktion Schwartau-Schwentine“ hatte vom Start weg einen schweren Stand, als er von mehreren Grundstückseigentümern des betroffenen Gebietes für die Art der Einladung kritisiert wurde. Diese war nämlich ausschließlich über Presseveröffentlichungen in verschiedenen Medien erfolgt — nicht aber in persönlichen Anschreiben an den Personenkreis, der von eventuellen Änderungen am ehesten betroffen wäre. Der Landwirt Claus Ehlers sagte, es wäre doch ein Leichtes gewesen, die Anrainer über das Grundbuchamt zu ermitteln und direkt zu benachrichtigen.

Burggraf entgegnete, man behandle alle gleich: „Wir sind beispielsweise auch am Großen Plöner See tätig — und dort ist es ein Ding der Unmöglichkeit, alle anzuschreiben.“ Diese Aussage führte unter den wenigen Süseler Grundeigentümern zu kollektivem Kopfschütteln.

Weitgehend sachlich ging es in der Diskussion über Machbares und Wünschenswertes zu. Als verpflichtend nannte Burggraf, dass der Grundwasserspiegel in den beiden Mooren gegenüber der FFH-Ausweisung von 2010 nicht verändert wird. Außerdem sei ein Gewässerrandstreifen zwischen Wald und Acker im Raum Süseler Baum erforderlich. Unter die Rubrik „Freiwilligkeit“ fallen laut Burggraf Maßnahmen wie die Reduzierung des Nährstoffeintrags, die Extensivierung moornaher Flächen, ein fünf bis zehn Meter breiter Gewässerrandstreifen und der Verzicht auf Düngung bei gleichzeitig regelmäßiger Schnittnutzung. Ebenfalls nicht zwingend, aber wünschenswert sei die Entfernung standortfremder Bäume, eine Pufferzone zwischen Wald und Grünland, eine Verbesserung der Lebensbedingungen für den Fischotter oder der Rückbau von nicht mehr genutzten Hütten, Zäunen oder Wegen. Bei letzteren Punkten meldeten verschiedene Eigentümer erneut Zweifel an, ob es denn bei der Freiwilligkeit bleibe:

„Herr Habeck diskutiert ja immer viel und setzt dann am Ende doch durch, was er will.“

Wenn sich die Runde am Montag, 14. März, das nächste Mal trifft, um der Verabschiedung eines Managementplanes näher zu kommen, dürfte es weniger Probleme mit der Einladung geben: Die Interessenten tauschten ihre E-Mail-Adressen aus . . .

Eckhard Meier

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