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Ostholstein Politiker liebäugeln mit Solar-Projekt
Lokales Ostholstein Politiker liebäugeln mit Solar-Projekt
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11:38 13.03.2019
Solarenergie soll der Gemeinde Süsel Geld in die Kasse bringen. Wolfgang Schümann, Dieter und Alexander Illing (FWS, v.l.) und Bürgermeister Adrianus Boonekamp (CDU) sind Verfechter dieser Idee. Quelle: Ulrike Benthien
Süsel

SPD und CDU in Süsel sind sich einig: Der Vorschlag der Freien Wählergemeinschaft Süsel (FWS) soll weiter verfolgt werden. Sie will alle gemeindeeigenen Immobilien, wie Rathaus, Schule, Sporthalle, Feuerwehr-Gerätehäuser, mit Solaranlagen ausstatten. Der gewonnene Strom könnte zum einen den Energiebedarf der Gebäude selbst decken, zum anderen verkauft werden und so der klammen Gemeinde Geld in die Kasse bringen. Gedacht ist vor allem daran, die abgeschafften Straßenausbaubeiträge auf diese Art zu refinanzieren. Bevor die Gemeinde allerdings in Solaranlagen investiert, wollen die Kommunalpolitiker sich Expertise einholen.

Strom verkaufen oder Dächer verpachten?

Möglichst schnell sollen zu einer Infoveranstaltung der Zweckverband Ostholstein und Greenpeace Energy Hamburg (Planet E) eingeladen werden. Beide hätten auf Anfrage Interesse gezeigt, der Gemeinde Strom abzunehmen, sagte Alexander Illing (FWS). Beide wären auch bereit, die Dachflächen für 20 Jahre zu pachten. Als unabhängige Berater möchte der Süseler Finanzausschuss die Energieagentur der Investitionsbank Schleswig-Holstein dazu holen.

„Ökologisch sinnvoll“ und „Investition für die Zukunft“

Die Experten sollen der Gemeinde erläutern, ob die Gebäude in Frage kommen, hinsichtlich der Statik, der Anlagengröße und der Finanzierung beraten und natürlich Auskünfte zu möglichen Gewinnen geben. Die Freien Wähler hatten am Beispiel des Rathauses zwar eine Rechnung aufgemacht (20 900 Euro Investition für die Solaranlage, 2250 Euro Erlös pro Jahr – ergibt auf 20 Jahre gerechnet 45 000 Euro Erlös). Und zwar ohne Förderprogramme, Betriebskosten und Wartung jedoch eingeschlossen. Hinzu kämen „sehr geringe Versicherungskosten“, versicherte Dieter Illing (FWS).

SPD-Fraktionschef Albrecht Dudy bewertete die FWS-Idee als „ökologisch sinnvoll und gute Sache für uns alle“, CDU-Fraktionsvorsitzender Michael Woyna nannte sie „eine Investition für die Zukunft“ und fand es „charmant, Eigenbesitz zu haben“.

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BEN

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