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Ostholstein Süsels Sportplatz sorgt für hitzige Debatte
Lokales Ostholstein Süsels Sportplatz sorgt für hitzige Debatte
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20:18 08.07.2016

Auch die Sitzung einer Gemeindevertretung kann sportlich sein. In Süsel war am Donnerstagabend in gut anderthalb Stunden die Tagesordnung mit einem Dutzend Punkten abgearbeitet. Für Tempo sorgte das Fußballspiel Deutschland gegen Frankreich, niemand wollte es verpassen. Gerempelt wurde in der Sitzung ebenfalls. Der schlechte Zustand des Sportplatzes Süsel sorgte für ein kurzes, aber heftiges Wortgefecht zwischen den Fraktionsvorsitzenden von SPD und CDU, Albrecht Dudy und Adrianus Boonekamp.

Lob, Blumen und eine Flasche mit Gutschein: Holger Reinholdt (r.) dankt Klaus-Dieter Schulz. Quelle: pet

Anlass war die Vorlage, für eine intensivere Pflege des Sportplatzes 10 000 Euro im Rahmen eines Nachtragshaushaltes bereitzustellen. Schluss mit der Flickschusterei, forderte Boonekamp mit Unterstützung weiterer CDU-Vertreter. Schon jetzt sollte beschlossen werden, Mittel für einen Neubau des Sportplatzes in den Haushalt 2017 einzustellen. „Wir haben genug geredet, jetzt muss etwas passieren“, unterstrich Boonekamp seine Forderung. Sozialdemokraten und Freie Wähler bremsten. Sie verwiesen auf eine Empfehlung des Landessportverbandes, erst ein Sportstätten-Entwicklungskonzept für die Gemeinde aufzustellen. Nur dann seien Fördermittel gesichert. Die Debatte eskalierte, als Dudy dem CDU-Fraktionschef vorzeitigen Wahlkampf statt besonnenes Handeln im Sinne der Gemeinde vorhielt. „Das ist Quatsch, red doch nicht so’n Scheiß“, konterte Boonekamp empört.

Bürgermeister Holger Reinholdt (FWS) konnte die Gemüter beruhigen. Auf seinen Vorschlag hin wurde nach Ablehnung des CDU-Vorstoßes einstimmig die Akutpflege des Süseler Sportplatzes beschlossen, aber ebenso die Erarbeitung eines Sportstätten-Entwicklungsplans einschließlich mittelfristiger Handlungsempfehlungen für alle Sportstätten der Gemeinde Süsel. Auch dafür werden 10 000 Euro bereitgestellt.

Intensiv beschäftigte die Gemeindevertreter noch einmal die Kita „Kunterbunt“, deren Betrieb nach den Sommerferien der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) übernimmt. Weil ein Trägerwechsel einer Neuzulassung gleichkommt, muss wegen neuer Vorschriften bei Brandschutz, Geräuschdämmung und Unfallverhütung nachgerüstet werden. 22 000 Euro werden dafür veranschlagt. Dabei geht es vor allem um den alten Holzzaun. Er ist zu niedrig, außerdem nimmt die Unfallkasse Anstoß am Abstand der Latten. Die Gemeindevertreter nahmen an den 16 000 Euro Anstoß, die ein von der Verwaltung eingeholtes Angebot für einen neuen Zaun vorsieht. Viel zu teuer, hieß es, weitere Angebote sollen eingeholt werden. Die 22 000 Euro wurden aber freigegeben.

Weil im Ort Süsel Bauland fehlt und eine weitere Entwicklung kaum noch möglich ist, sollen bei den Eigentümern potenzieller Baulandflächen schriftliche Stellungnahmen eingeholt werden, wie sie zu einem Verkauf stehen. Dabei geht es ganz wesentlich um Grundeigentum der Kirchengemeinde Süsel. Weitere Beschlüsse: Der 1,4 Kilometer lange Fahrweg zwischen Gömnitz und Vinzier wird neu asphaltiert. Der Bauantrag für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses Röbel soll beim Kreis eingereicht werden.

Ausgesprochen versöhnlich endete die Sitzung. Bürgermeister Reinholdt dankte im Namen von Gemeinde und Gemeindevertretung dem scheidenden Eutiner Bürgermeister Klaus-Dieter Schulz für die langjährige gute Zusammenarbeit in der Verwaltungsgemeinschaft. Es habe zwar die eine oder andere Meinungsverschiedenheit, aber nie Zerwürfnisse mit Funkstille gegeben. Auch Schulz befand: „Das Team hat gestimmt, es hat Spaß gemacht.“

pet

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