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Ostholstein „Super-Sonntag“: Riesenandrang auch am zweiten Stadtfest-Tag
Lokales Ostholstein „Super-Sonntag“: Riesenandrang auch am zweiten Stadtfest-Tag
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23:11 17.08.2015
Floris Walter (rechts) und ihre Freundin Rebecca Papoulias haben bereits Flohmarkt-Erfahrung. Ihr Motto: „Alles muss raus.“ Quelle: Fotos: Boller
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Überaus zufrieden

Das ist ein Super-Sonntag für alle Stadtfestbesucher- und beschicker gewesen. Neuer Höhepunkt ist offensichtlich der wiederbelebte und diesmal ausgebuchte Kinderflohmarkt im Rosengarten. An gut 40 Ständen sind Feilschen und „Abschiednehmen“ von 13 bis 17 Uhr die Themen.

So sehr gern hat sich die 15-jährige Janne Sophie Jakobsson von manchem ihrer Hörbücher nicht getrennt. „Ausgerechnet die CD ,Conny reist zum Mittelmeer‘ war gleich nach Standaufbau weg“, sagt die Eutinerin, die erstmalig auf dem Eutiner Kinderflohmarkt steht. Spiele, CDs und Bücher gehen nicht nur bei ihr gut. Die Preise sind an diesem zweiten Veranstaltungstag moderat. Die Freundinnen Floris Walter (13) und Rebecca Papoulias (12) haben bereits zweimal Erfahrungen mit diesem Handel gesammelt. „Die Kinderkleidung und die Spielsachen sollen möglichst weg, wir hängen nicht mehr dran oder passen nicht mehr rein“, sagt Floris lächelnd.

Gegenüber auf der Seite vom Dumm-Hans sitzen von Oma betreut die zehnjährigen Zwillinge Vivien und Celina aus Eutin. Puppen, Spiele und natürlich Bücher haben sie im Sortiment. „Die Bauklötze aus Holz laufen gut“, merkt Vivien stolz an, „ein ganzer Eimer wurde schon verkauft.“ Auch den Omas macht dieser Tag Spaß. Helga Steuer, mit feschem Hut gegen Sonnenstrahlen geschützt, bleibt im Hintergrund. Jonna (12) und Paula (8) Gutzeit machen die Verhandlungen weitgehend selbstständig. „Wir waren ja schon 2014 dabei“, verkündet Jonna stolz und steckt zwei Euro für ein Spiel ein.

Am Stand der zwölfjährigen Anna Carstensen aus Griebel ziehen sich die Preisverhandlungen derweil in die Länge. Immerhin geht es gerade um einen blauen eindrucksvollen Trettrecker mit Frontlader.

„Das hochpreisige Ding ist wie neu. Wenn der Betrag nicht stimmt, geht er wieder mit nach Hause“, merkt aus dem Hintergrund die fürsorgliche Mutter an. Jana und Mark Henrik Kramp aus Zarnekau werfen sich einen Blick zu, die nicht unbeträchtliche Summe wird akzeptiert. Und der einjährige Kaspar muss gleich Probe sitzen. Das landwirtschaftliche Gerät bleibt also in der Gegend, auch „weil wir uns ja aus dem Nachbardorf kennen“, verkündet der stolze Vater Kramp.

Elemente einer Burg sind Hingucker am Stand bei Paul (9) und Charlotte (11) aus Malente. Die gut laufenden Geschäfte sollen für einen Besuch im Legoland in Dänemark eingesetzt werden. Von seinen Cowboys mit Fort, Reitern und Zubehör möchte sich der Eutiner Michel Plewa (12) trennen. „Zu dem Stück Landschaft kriegst du noch zwei Reiter dazu“, lockt er den zehnjährigen Lenni. Auch Legosteine oder fertige Elemente werden gut verkauft. Müde macht das bei der Hitze in der Innenstadt allerdings. Der frühere Tischtennisspitzensportler Rainer Hoffmann aus Bockholt, der als Sportjournalist mit Frau und drei Kindern jetzt in Hamburg lebt, schaut an seinem Stand ab und zu rückwärts zu seinem schlafenden Sohn Jonas (3). „Ich war gestern schon auf dem Flohmarkt und konnte gute Umsätze machen“, sagt er.

Veranstalter Helge Nickel strahlt angesichts des ausgebuchten Flohmarktes für Kinder. „Dieser Teil der Veranstaltung darf einfach nicht fehlen. Ich freue mich darüber, dass die Mädchen und Jungen meist selbst verhandeln und so für eine besondere Atmosphäre sorgen.“

wb/bol

Veranstalter zieht positive Bilanz
zeigte sich Veranstalter Helge Nickel vom Besucheransturm auf Großflohmarkt und Stadtfest. Leider sei es nicht gelungen, die Lübecker Straße und den Jungfernstieg vollständig mit Flohmarktständen zu bestücken. Dafür sei jedoch die Stadtfest-Fläche wieder vollständig „bespielt“ worden. Ein steter Dorn im Auge sind Nickel die „Schwarzsteher“, die den Sog seines Großflohmarktes nutzen, um auf privaten Flächen eigene Flohmärkte zu organisieren. Der stete Ärger darüber, dass die Stadt offenbar Sondernutzungs-Genehmigungen für Privatleute an diesen beiden Tagen ausstelle, trübe jedoch nicht das positive Gesamtergebnis, so Nickel weiter. Die abendlichen Partys seien friedlich verlaufen. Erst nach Ende der Veranstaltung habe es am Sonnabend eine Schlägerei in der Peterstraße gegeben. bol
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