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Ostholstein Supermarkt-Streit zwischen Eutin und Bosau
Lokales Ostholstein Supermarkt-Streit zwischen Eutin und Bosau
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22:55 17.09.2015
Der Edeka-Markt in Hutzfeld schreibt seit der Eröffnung 2009 eine Erfolgsgeschichte. Jetzt sollte er um Lagerflächen erweitert werden. Quelle: Peyronnet
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Hutzfeld

„Wir stimmen dort immer zu, aber leider ist Eutin nicht zu bewegen, einer Erweiterung um 300 Quadratmeter zuzustimmen“, sagt SPD-Fraktionschefin Birgit Steingräber-Klinke. „Man muss sich überlegen, wie man künftig mit Anfragen aus Eutin umgeht. Wir können froh sein, dass wir den Edeka hier haben“, ergänzte SPD-Mitglied Gerd Warda in der Jahresversammlung des Ortsvereins. Unverständnis über die Stellungnahme Eutins hatte es auch in der Jahresversammlung der Bosauer CDU gegeben (die LN berichteten). „Keiner hat etwas gegen die Erweiterung, nicht einmal Plön. Nur Eutin hat die Pläne ohne Begründung abgelehnt. Das ist für uns nicht nachvollziehbar“, sagte Bürgervorsteher Alfred Jeske (CDU) den LN.

Ursprünglich hatte der Edeka-Markt um 800 Quadratmeter auf dann 1100 erweitern wollen, um breitere Gänge anzulegen und mehr Lagerraum, unter anderem für Leergut, zu haben. Das haben Eutin und das Land abgelehnt. Im zweiten Anlauf wurde der Anbau von 300 Quadratmetern Lagerraum geplant, aber auch dagegen gab es aus Eutin ein Veto, sagt Jeske. Für ihn ist die Erweiterung damit vom Tisch. „Ich sehe keine Chance mehr dafür. Es ist eine sehr große Enttäuschung.“

„Mit Bezug auf unser Einzelhandelskonzept favorisieren wir die Stärkung des Eutiner Innenstadthandels und haben deshalb eine entsprechende Empfehlung abgegeben“, hieß es gestern von der Eutiner Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt. Nach Angaben des Bosauer Bauausschuss-Vorsitzenden Eberhard Rauch (CDU) gesteht Eutin Bosau nur eine Erweiterung von 200 Quadratmetern zu. Stein-Schmidt sagte weiter, die Bosauer Bevölkerung nutze doch auch die Eutiner Innenstadt für ihre Versorgung. „Es ist ja nicht so, dass es nicht schon ein gutes Angebot im Lebensmittelbereich gäbe“, sagte Stein-Schmidt weiter.

Befürchtungen, der Edeka- Markt könnte den Eutiner Einzelhandel schwächen, kontert Jeske: „Wer schwächt hier wen? Im Grunde wird das Umland geschwächt.“ Zumal viele Kunden des Hutzfelder Edeka-Marktes aus dem Kreis Segeberg kommen.

Von Edeka war gestern keine Stellungnahme zu bekommen.

Susanne Peyronnet

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