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Ostholstein „Surf Weekend“: Kiter trotzen der steifen Brise und dem Regen
Lokales Ostholstein „Surf Weekend“: Kiter trotzen der steifen Brise und dem Regen
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20:58 15.10.2016
Ablandiger Wind bis zur Stärke sieben: Tim Lotze und Nils Stümke, beide erfahrene Tester aus Hamburg, trauen sich gestern Mittag raus auf die tosende Ostsee bei Heiligenhafen. Quelle: Fotos: Schwennsen (7)
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Heiligenhafen

Nasskalte Premiere an der Seebrücke: Erstmals lockt das „Surf Weekend“ die Wassersportler für ein groß angekündigtes Event nach Heiligenhafen – zumindest gestern allerdings mit recht verhaltenem Zuspruch. Doch für heute hoffen die Veranstalter aus Hamburg auf besseres Wetter. „Wir sind auf jeden Fall da“, verspricht Philip Mohr (37). Er trägt die Verantwortung dafür, ob das Testmaterial überhaupt zum Einsatz kommt.

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Aber nur die Könner unter den Sportlern trauten sich gestern in die tosende Ostsee nahe der Seebrücke in Heiligenhafen.

Programm am Sonntag in Heiligenhafen

10 bis 18 Uhr: Freies Ausprobieren und Testen

11 Uhr: Skate/Longboard-Wettbewerb

13 Uhr: Livemusik mit Joe Green

15 Uhr: Live-Musik mit Burning Trees

13 Uhr: SUP-Funraces

17 Uhr: Siegerehrungen der Wettbewerbe

Gestern Mittag sind die Bedingungen vor Heiligenhafen alles andere als optimal. Schnupperkurse für Anfänger? Keine Chance. Bei ablandigem Wind der Stärke fünf bis sieben ist es viel zu gefährlich – vor allem nahe der Seebrücke. „Wer jetzt raus geht und nicht weiß, was er tut und worauf er sich einlässt, der landet schnell unsanft an der Brücke“, warnt ein anderer aus dem Team.

Sie bleiben ohnehin in einem der drei in Wassernähe aufgebauten Zelte unter sich. Eines ist sogar ganz verwaist. Lange Zeit nähert sich kein einziger neugieriger Strandgänger der Gruppe. Eigentlich kein Wunder. An der nahen Promenade werden die abgeräumten Strandkörbe weggekarrt, auf die Seebrücke wagen sich nur ganz wenige mit einem Regenschirm. Erst nieselt es, dann wird es noch ungemütlicher.

Und trotzdem: Wer sich dann doch an diesen Strandabschnitt verirrt, kommt bald aus dem Staunen nicht heraus. Denn es kehrt mehr und mehr Leben ein, die Gruppe wird langsam größer. Einige trudeln dick vermummt an, ein anderer sogar mir einem Sonnenhut auf dem Kopf. Und siehe da: Nach einigem Hin und Her wird das farbenfrohe Surf- und Kite-Equipment, das auf der Sonneninsel Fehmarn an den Küsten zum Alltagsbild gehört, am Strand ausgebreitet. „Hat einer von Euch noch Heringe?“, ruft Helen Fischer (37) in die Runde. Denn bei der steifen Brise muss das Material geschützt werden.

Noch traut sich die einzige Frau unterm Zelt nicht, in die Ostsee zu steigen. Doch zwei erfahrenen Kiter können sich nicht mehr zurückhalten. Der starke Wind und das Revier ganz für sich allein – das ist zu verlockend. Mit Tim Lotze (34) und mit Nils Stümke rüsten sich zwei Hamburger fürs Kiten in der tosenden Ostsee. Beide sind erfahrene Tester, sie wissen, welche Herausforderungen sie draußen auf dem Wasser erwartet. Philip Mohr zögert deshalb auch nicht, das Testmaterial freizugeben.

„Schade ist natürlich, dass das Wetter die Anfänger von Schnupperkursen abschreckt“, bedauert er. Klappt es vielleicht am Sonntag? Angst muss keiner haben – Sicherheit geht vor. Mohr: „Aber wer sich traut, kann hier erleben, mit welchem Druck durch den Wind ein Kiter rechnen muss.“ Denn das funktioniert auch in Trockenkursen am Strand.

Gerd-J. Schwennsen

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