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Ostholstein Küstengymnasium: Sanierung wird favorisiert
Lokales Ostholstein Küstengymnasium: Sanierung wird favorisiert
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18:03 26.10.2018
Für die Sanierung der vorderen Gebäudeteile des Neustädter Küstengymnasiums winken 2,1 Millionen Euro Fördergelder. Quelle: LN-ARCHIV
Neustadt

Wie schon vor knapp einem Monat konnten sich die Mitglieder des Bauausschusses und des Ausschusses für gesellschaftliche Angelegenheiten noch nicht konkret festlegen, wie es mit dem Küstengymnasium weiter gehen soll. Am Ende einer gemeinsamen Sitzung stand aber die grundsätzliche Sympathiebekundung aller Beteiligten für eine Sanierung.

Die Diskussion verlief diesmal wesentlich sachlicher, nicht so turbulent und emotionsgeladen wie noch Ende September. „Als Entscheider und Schulträger sind wir für alles verantwortlich“, betonte Sebastian Schmidt, Fraktionsvorsitzender der CDU. Alles stehe unter einem Finanzierungsvorbehalt. „Wir stehen am Anfang und nicht am Ende des Entscheidungsprozesses“, so Schmidt. Man könne sich daher auch nicht unter Druck setzen lassen.

Land stellt Fördermittel in Aussicht

Bauamtsleiterin Antje Weise berichtete, dass die Schule seit Anfang Oktober auf der Prioritätenliste des Landes stehe. Man könne bis September 2019 einen Antrag stellen, um etwa 2,1 Millionen Euro an Fördermittel zu erhalten. Diese würden für die Sanierung der vorderen Gebäudeteile des Gymnasiums zur Verfügung gestellt. Nach Gesprächen mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein gebe es laut Weise auch Hoffnung auf zusätzliche Gelder aus diversen Fördertöpfen für weitere Sanierungsschritte.

Der Erste Stadtrat Friedrich-Karl Kasten (CDU) macht sich vor allem um die erheblichen finanziellen Verpflichtungen Neustadts Sorgen. Gegebenenfalls über Jahrzehnte defizitäre Haushalte zu haben, mache es schwer, eine Entscheidung zu fällen. Kasten brachte daher auch die Möglichkeit ins Spiel, einen Neubau durch einen privaten Investor fertigzustellen. Ob und und zu welchen Bedingungen dies möglich sei, soll die Verwaltung prüfen. Diesem Antrag der CDU wurde mehrheitlich zugestimmt.

Derzeit wird mit 26,5 Millionen Euro für eine Sanierung samt Erweiterungsbauten und rund 32 Millionen Euro für einen Neubau gerechnet. Margit Giszas (SPD) machte deutlich, dass ihre Partei, nicht zuletzt aufgrund der Kosten, eher mit einer Sanierung liebäugelt – auch wenn sie persönlich einen Neubau präferiere. Die BGN hält einen Neubau für realistischer. Und Meike Böckenhauer von der Grünen sieht im Neubau „eine einfachere und schnellere Lösung“: „Aber man muss das Finanzielle immer im Auge haben.“

Mit ihren Stimmen konnten SPD und FDP den Beschlussvorschlag der Verwaltung nicht durchbringen, dass weitere planerische Schritte für eine Sanierung in die Wege geleitet werden. Schlussendlich fand aber die Formulierung der CDU, dass die Selbstverwaltung der Sanierungsvariante ihre Sympathie bekundet, breite Zustimmung in den Fraktionen. Zumal sich die Schule weiter vehement für diesen Weg ausspricht. In der Stadtverordnetenversammlung am 8. November möchte man dann voraussichtlich den nächsten Schritt gehen.

Kein Beschluss zur Schulstraße

Auch an der Jacob-Lienau-Gemeinschaftsschule in Neustadt stehen Veränderungen an. Der Umbau der Schulstraße mit Vorverlegung der Wendeanlage und der Bushaltestelle an der Ecke Rettiner Weg/Schulstraße soll auf den Weg gebracht werden. Allerdings fand die derzeitige Gestaltungsplanung bei der Politik auch noch keine Mehrheit. Die Beratungen dazu sollen jetzt in der nächsten Sitzung des Hauptausschusses (7. November) fortgesetzt werden, zuvor soll eine Begehung vor Ort anberaumt werden.

Markus Billhardt

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