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Ostholstein TALB: Neustadt profitiert vom Tourismus-Verbund
Lokales Ostholstein TALB: Neustadt profitiert vom Tourismus-Verbund
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18:12 21.10.2016
„Zehn Prozent der in Neustadt erwirtschafteten Dinge sind dem Tourismus zuzuordnen.“André Rosinski, TALB-Geschäftsführer

Die Tourismus-Agentur Lübecker Bucht (TALB) ist nicht gerade der Liebling vieler Neustädter Politiker. Immer wieder wurde der Nutzen der seit Dezember 2012 bestehenden Organisation angezweifelt. Die TALB sei zu teuer, nicht effektiv und außerdem gebe es kaum noch Veranstaltungen, so die Vorwürfe. Auch aus den anderen Mitgliedsorten – Sierksdorf, Scharbeutz und Haffkrug – gab es in der Vergangenheit immer wieder Kritik. Warum das Geld dennoch gut angelegt scheint und sich die Situation langsam beruhigt, erläuterte nun Geschäftsführer André

Rosinski den Lübecker Nachrichten.

Um die Arbeit transparenter zu machen, setzt er auf harte Zahlen. Diese präsentierte er bei einer Sitzung des Neustädter Tourismusausschusses. „Touristische Gewinne zu ermitteln, ist sehr schwierig.

Für uns Touristiker gibt es jedoch den nachfrageorientierten Ansatz“, so Rosinksi. Aufenthaltstage und durchschnittliche Ausgaben würden hierbei multipliziert. Gäste eines Vier- Sterne-Hotels geben dabei zum Beispiel mehr aus als Dauercamper. Hinzu kommt, dass Tagestouristen und Urlauber nicht nur Übernachtungen zahlen, sondern auch einkaufen, Essen gehen und tanken.

Wer Neustadt besucht, der gibt laut André Rosinski im Schnitt 35 Euro aus. Dass die Summe nicht höher ist, führt er auf die Zahl der Campingplätze zurück. Sobald das im Bau befindliche Hotel auf dem Gelände der Ancora Marina, das „Strandkind“ sowie die Anlage „Südkap“ (beide in Pelzerhaken) fertig seien, werde der Betrag steigen. Allein 2015 habe man in Neustadt 2,1 Millionen touristische Aufenthaltstage generieren können. „Daraus resultiert ein Bruttoumsatz von etwa 70 Millionen Euro“, so André Rosinski weiter. Dies wiederum trage zur Finanzierung von etwa 1780 Voll-Arbeitsplätzen bei.

„Zehn Prozent der in Neustadt erwirtschafteten Dinge sind dem Tourismus zuzuordnen“, betont der TALB-Geschäftsführer. Steuereinnahmen in Höhe von 1,5 Millionen Euro, die über den Finanzausgleich in den städtischen Haushalt fließen, seien eine Folge.

Dennoch ist die TALB keinesfalls eine Gelddruckmaschine. Die Gemeinden müssen jährlich 1,5 Millionen Euro überweisen. Allein Neustadt trägt rund 906000 Euro, wovon laut Rosinski etwa 665000 Euro in Marketing-Maßnahmen und die Ausrichtung von Veranstaltungen fließen. „Die Tourismusentwicklung in Neustadt obliegt der TALB, der Tourismus-Service kümmert sich um die Erhaltung der Infrastruktur, Kultur-Service und Stadtmarketing. Die TALB macht also den Tourismus, besetzt die Tourist-Info und kümmert sich um das Marketing“, erläutert André Rosinski. Das touristische Budget in Neustadt für das laufende Jahr habe sich, verglichen mit dem Jahr 2009, zwar um zehn Prozent erhöht, dies sei aber auf die Anpassung von Gehältern und inflationäre Veränderungen zurückzuführen. „Die Stadt gibt eigentlich keinen Euro mehr aus. Durch den Verbund hat sie jedoch deutliche Vorteile“, sagt Rosinski.

Dazu zähle unter anderem eine deutlich größere Reichweite, was das Marketing betreffe. „Das Konzept der TALB geht zunehmend auf. Wir haben auf die Kritik reagiert“, sagt André Rosinski. In Zukunft wolle man weiter daran arbeiten, die Lübecker Bucht noch bekannter zu machen und die Profile der einzelnen Orte zu schärfen.

Sebastian Rosenkötter

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