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Ostholstein TV- und Theaterstars spielen Stück über stotternden König
Lokales Ostholstein TV- und Theaterstars spielen Stück über stotternden König
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11:59 18.02.2016
Steffen Wink mimt in dem Stück den Sprechlehrer Lionel Logue, hier im Dialog mit Elizabeth, Herzogin von York, gespielt von Daniela Kiefer. Quelle: Fotos: Kempf Theatergastspiele

Mehr als zwei Millionen Kinobesucher in Deutschland, Hunderte Theateraufführungen und jede Menge Darsteller, die viele Zuschauer aus dem Fernsehen kennen dürften: „The King‘s Speech“ ist zweifelsohne eine Erfolgsgeschichte. Jetzt kommt das Stück über den Herzog von York und späteren König Großbritanniens nach Neustadt. Am Freitag, 4. März, wird das Werk von Autor David Seidler auf der Bühne der Lienau-Gemeinschaftsschule aufgeführt — mit Herbert Schäfer und Steffen Wink in den Hauptrollen.

Hier gibt es die Tickets

Karten für „The King‘s Speech“ gibt es unter anderem beim Kultur-Service im Bürgerbüro der Stadt Neustadt sowie bei der Konzertagentur Haase. Die Eintrittspreise liegen zwischen 22 und 28 Euro. Die Abendkasse öffnet ab 19 Uhr.

Wem die Namen der beiden nichts sagen, der sollte einen Blick in deren Vita werfen. Schäfer arbeitet zwar hauptsächlich als Theaterschauspieler, spielte aber auch schon in Serien wie „Unter uns“, „Lindenstraße“ und im „Tatort“ mit. Der 47-Jährige stellt „Bertie“ dar, wie Albert, Herzog von York, im Kreise seiner Familie genannt wird.

Bevor Schäfer die Rolle des Stotterers übernahm, hatte diese übrigens Götz Otto inne. Dieser wurde international bekannt, als er den Handlanger des Bösewichts Elliot Carver in „James Bond 007 — Der Morgen stirbt nie“ gab. Etwa 200 Mal trat er in dem Theaterstück auf, bevor er aufgrund der enormen Anstrengung, die das Stottern ihm abverlangt, eine neue Herausforderung suchte.

Neben dem Herzog kommt dem australischen Sprachlehrer Lionel Logue eine besondere Bedeutung in „The King‘s Speech“ zu. Angeheuert von seiner liebevollen Gattin Elizabeth, die spätere Queen Mum, wird er mit unkonventionellen Methoden des Sprechtrainings konfrontiert. „Durch seine provozierende Art lockt er den König systematisch aus der Reserve. Wie eine umgedrehte Form von ,My Fair Lady‘

beziehungsweise ,Pygmalion‘ muss hier der Therapeut seinen Patienten zum Fluchen bringen, um dessen innere Blockaden zu lösen und seine Stimme zu befreien“, heißt es in der Beschreibung des Stücks.

Auf der Neustädter Bühne ist es Steffen Wink, der den Sprechlehrer mimt. Der 48-Jährige steht seit seiner Schulzeit regelmäßig vor der Kamera — unter anderem an der Seite von Götz George Schimanski, Gérard Depardieu und John Malkovich. Im Kino war er in „Barfuss“ und „Der Himmel kann warten“ zu sehen, im TV bei „Soko Leipzig“, „Ein Fall für Zwei“ sowie „Das Traumschiff“.

Die beiden Hauptdarsteller bringen also mehr als ausreichend Erfahrung für einen ganz besonderen Theaterabend mit. Ein weiterer Beleg für die Qualität dieser Aufführung dürfte die Auszeichnung des Stücks sein: am 21. Oktober 2013 wurde es mit dem 1. Inthega-Preis „Die Neuberin“ geehrt.

Sebastian Rosenkötter

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