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Ostholstein Tablets für Politiker: Die Zukunft ist papierlos
Lokales Ostholstein Tablets für Politiker: Die Zukunft ist papierlos
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16:34 29.10.2018
Tablet statt gedruckter Vorlage: Immer mehr Kommunen in Ostholstein stellen auf papierlose Sitzungen um. Quelle: ROLF VENNENBERND/DPA
Oldenburg

2014 wurde die Idee zum ersten Mal aufgegriffen – jetzt will die Stadt Oldenburg komplett auf papierlose Sitzungen umstellen. Andere Kommunen im Kreis haben sich schon länger von gedruckten Unterlagen verabschiedet. Auch der Kreistag hat den entsprechenden Schritt beschlossen.

Einer der Vorreiter in Ostholstein war die Gemeinde Stockelsdorf. Schon seit 2014 rufen Gemeindevertreter und Ausschussmitglieder Sitzungsunterlagen nur noch über den Bildschirm ab. Mittlerweile tagen auch diverse weitere Städte und Gemeinden in der Region umweltfreundlich – etwa Fehmarn, Ratekau und Wangels.

In Oldenburg wurde ebenfalls schon 2014 eine entsprechende Umstellung ins Auge gefasst. Mit der Einführung eines neuen Informationssystems, über das seither alle Sitzungsunterlagen übers Internet abgerufen werden können, wurde damals ein erster Schritt in Richtung papierfrei unternommen. Bereits damals hatte sich der Hauptausschuss mit der Finanzierung von Tablets oder Laptops für Kommunalpolitiker befasst – Dienstagabend steht das Thema nun erneut auf der Tagesordnung. 20 000 Euro sollen in iPads für Stadtvertreter und bürgerliche Ausschussmitglieder investiert werden – so lautet der Beschlussvorschlag der Verwaltung.

Gremienarbeit soll effizienter werden

Letztere sieht in einer Umstellung einen deutlichen Vorteil: „Mit dem papierlosen Sitzungsdienst werden viele Aspekte der Gremienarbeit effizienter gestaltet“, heißt es in der entsprechenden Beschlussvorlage. So könne beispielsweise die Kommunikation „beträchtlich beschleunigt“ werden, wenn Unterlagen nicht mehr über den Postweg verschickt werden müssten. Auch spare es Zeit und Geld, wenn alles digital zugänglich sei und nichts mehr ausgedruckt werden müsse.

Die Kostenersparnis war auch auf Fehmarn das Hauptargument, als dort Ende 2015 der Beschluss für papierfreie Sitzungen gefasst wurde. Bis dato wurden auf der Insel im Schnitt jedes Jahr mehr als 139 000 Seiten für politische Beratungen benötigt – mit steigender Tendenz. Druck- und Versandkosten lagen bei mehr als 8400 Euro, dazu kam der immense Personalaufwand für die Papierberge von jährlich 117 Stunden in der Verwaltung. Demgegenüber standen Investitionskosten von etwa 32 500 Euro für die Bereitstellung der Hard- und Software.

Kreistag zieht nach

Auch der ostholsteinische Kreistag hat sich für die papierlose Zukunft entschieden. Vom 1. Januar 2019 an soll der „digitale Kreistag“ eingeführt werden. Jeder der 61 Abgeordneten erhält für den Tablet-Kauf einen Zuschuss in Höhe von 250 Euro. Entsprechend sind im Haushalt 2019 insgesamt 15.250 Euro eingeplant worden. Vom neuen Jahr an gibt es dann keine Papiervorlagen mehr, sondern über das Informationssystem Allris werden die notwendigen Sitzungsunterlagen online bereit gestellt.

In Oldenburg soll die Entscheidung am Dienstagabend im Hauptausschuss fallen. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr in der Mensa der Wagrienschule.

jen, lg, gjs

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