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Ostholstein Tafel bittet um Spenden für Transporter
Lokales Ostholstein Tafel bittet um Spenden für Transporter
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21:55 29.04.2016
Wiedergewählt: Gerd Garczewski, Andreas Schneider und Gabriele Nellies führen weiterhin gut gelaunt die Neustädter Tafel.
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Neustadt

Ein großer Transporter, in dem man aufrecht arbeiten und viel Ware kühl einladen kann, das wäre der Traumwagen. Aus eigener Kraft kann die Neustädter Tafel die notwendige Neuanschaffung nicht wuppen. Der gemeinnützige Verein braucht Unterstützung möglichst vieler Sponsoren, um die Versorgung von immer mehr Bedürftigen vernünftig zu gewährleisten.

„Wir stoßen an unsere Grenzen.“Tafel

Ostholstein-Mitte

Sechs Jahre sind für einen Transporter eigentlich kein Alter. Aber der Ford Transit ist im alltäglichen Tafelgeschäft extremen Belastungen ausgesetzt. Täglich ist das Fahrzeug mit wechselnden Fahrern nur auf Kurzstrecken zwischen Travemünde und Grube unterwegs. Das hat Spuren hinterlassen. Die Neustädter Tafel ist gezwungen, spätestens im zweiten Halbjahr einen neuen Transporter anzuschaffen.

Mithilfe von Spendern, denn die Eigenmittel sind begrenzt.

Die Finanzlage des Vereins hat sich im vergangenen Jahr verschlechtert. Der Jahresabschluss 2015 weist ein Minus von 17000 Euro aus. Entstanden ist dieser Fehlbetrag vor allem durch gestiegene Personalkosten. Die Tafel muss für zwei Beschäftigte, die zunächst mit 50 Prozent gefördert wurden, nun die Löhne allein bezahlen. Das macht pro Jahr 35 000 Euro. Aber ohne diese Menschen, die bei der Tafel einer geregelten Arbeit nachgehen, und weiteren acht Beschäftigten, die über das Programm Soziale Teilhabe auf drei Jahre gefördert werden, ließe sich die selbstgestellte, stetig wachsende Aufgabe nicht zuverlässig bewältigen.

Derzeit gibt die Tafel an zwei Ausgabetagen pro Woche in Neustadt Lebensmittel an 240 Familien mit bis zu acht Kindern aus. In der Ausgabestelle in Grömitz werden 80 Familien versorgt. Und in der Ausgabestelle Timmendorf holen wöchentlich 110 zumeist kinderreiche Familien Lebensmittel. 80 Prozent der Tafelnutzer sind mittlerweile Flüchtlinge und Migranten, erläuterte Gerd Garczewski in der Jahresversammlung der Tafel. Mit Sorge hört der Tafelvorsitzende Hilferufen aus Ostholstein-Mitte: „Wir stoßen an unsere Grenzen.“

Der Zulauf sei personell schwierig zu bewältigen, gebraucht werden mehr ehrenamtliche Helfer. An Lebensmitteln fehle es derzeit nicht. Die Neustädter Tafel hat 14 neue Betriebe gewonnen, die regelmäßig Waren abgeben. Und ein florierendes Tauschgeschäft, an dem sich acht Tafeln in Ostholstein beteiligen, helfe Engpässe zu vermeiden. Zufrieden zeigte sich der Vorsitzende auch mit dem Besuch des Sozialcafés „Tafel Treff“, das jedermann offen stehe. Die Kleiderstube laufe gut und der „Frühstücksexpress“ verteile täglich 90 belegte Brötchen an Schüler, die ohne Frühstück in die Gemeinschaftsschule kommen.

Die Vorstandswahlen brachten keinen Wechsel. Der 1. Vorsitzende Gerd Garczewski, der 2. Vorsitzende Andreas Schneider, die Kassenwartin Gabriele Nellies, die Schriftführerin Sylvia Blankenburg und Beisitzerin Erika Boldt wurden bestätigt.

LN

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