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Ostholstein Tag der Küstenwache – Nostalgie und Gegenwart
Lokales Ostholstein Tag der Küstenwache – Nostalgie und Gegenwart
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20:17 16.07.2016
Knotenschule: Annett Brunner (BP See) zeigt Moritz (4) aus Niedersachsen, wie es funktioniert. Sein Vater Jan-Marco Hermann schaut zu.

Modernste Schiffs- und Kommunikationstechnik im Einsatz gegen die Piraterie vor der Küste von Somalia – wie funktioniert das eigentlich? André Seidel, Kommandant auf der BP „Bad Düben“, ist gestern im Neustädter Hafen ein gefragter Mann. Dabei räumt er ein: Er ist selbst noch nie im gefährdeten Gebiet im Einsatz gewesen.

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Moderne Technik im Präventionseinsatz gegen die Piraterie – Fanclub erinnert an die weiterhin populäre TV-Serie „Küstenwache“.

Und trotzdem: Viele Besucher wollen gestern beim „Tag der Küstenwache“ genau wissen, ob Prävention und Ermittlungen im Bereich der Piraterie für die Mannschaft an Bord lebensgefährlich sind. Seidel hält dagegen. Er verweist – wie auch andere Kollegen von der Bundespolizei See – auf den Schutz der eigenen Besatzung, das ausgeklügelte Teamtraining in Neustadt oder die psychologischen Vorbereitungen vor dem ersten Einsatz in der Krisenregion.

Vor allem erläutert Seidel die technische Seite: „Es gibt heute internationale Standards, die eingehalten werden müssen, sonst dürfen wir gar nicht erst auslaufen.“ Immerhin wurde die „Bad Düben“, Baujahr 1989, noch zu DDR-Zeiten in Dienst gestellt.

Auch an Bord der anderen Schiffe rückt der Arbeits- und Einsatzalltag in den Mittelpunkt. Zollfahrten in den heimischen Gewässern, der schon legendäre Seenotfall-Einsatz um die „Lisco Gloria“ mit glücklichem Ausgang für Passagiere wie Besatzung oder die Seenotrettung durch die DGzRS: Wer etwas wissen will, bekommt viel zu sehen – und oft ausführliche Antworten.

Beim Tag der Küstenwache gibt es aber auch nostalgische Akzente. Allen voran dank der 2014 eingestellten Dreharbeiten für die TV-Serie „Küstenwache“, die gleichwohl noch immer erfolgreich im Fernsehen läuft. Vor dem Zelt des „Küstenwachen“-Fanclubs besetzen einige schon Stunden vorher die Plätze in der ersten Reihe, um die Autogrammstunde mit Elmar Gehlen am Nachmittag nicht zu verpassen. Lebensgroße Papp-Attrappen zeigen einige andere Mitstreiter des Polizeioberkommissars und leitenden Maschinisten Wolfgang Unterbaur, den Schauspieler Gehlen jahrelang mit Erfolg gespielt hat.

„Ich bin der echte Kapitän. Aber die TV-Serie ,Küstenwache’ ist gut gemacht“, schmunzelt derweil Kommandant Seidel. Er weiß: Manche Kollegen sehen die populären TV-Kommissare im Fernsehen eher kritisch. Für die „Küstenwache“ hat Seidel jedoch viel Anerkennung übrig.

Nostalgische Töne pur bietet das Bundespolizei-Orchester unter der Leitung von Arend zu Hoene. Erst spielt es die Titelmelodie des DDR-Straßenfegers „Zur See“, dann die von James Last komponierte „Traumschiff“-Melodie. Dafür gibt es starken Applaus am gut besuchten Hafen.

Gerd-J. Schwennsen

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