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Ostholstein Tauchprüfung endet mit großer Rettungsaktion
Lokales Ostholstein Tauchprüfung endet mit großer Rettungsaktion
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15:28 29.07.2017
Der eingesetzte Seenotrettungskreuzer „Bremen“ der Deutschen Geselschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. <QM> Quelle: hfr
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Fehmarn

Was war passiert: Gegen 20 Uhr war die Tauchergruppe zu einer Prüfung in der Ostsee aufgebrochen. Das Ziel: ein Tauchgebiet östlich des Leuchtturmes Staberhuk. Vor Ort gingen der Tauchlehrer und seine Schülerin ins Wasser – zurück blieben vier Begleiter an Bord eines 5,50 Meter langen Schlauchbootes. Doch sie warteten vergeblich auf die Rückkehr der beiden. Als das Tauchduo bei hereinbrechender Dunkelheit immer noch nicht zurück waren, setzten die Begleiter einen Notruf ab.

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) koordinierte daraufhin gegen 21.15 Uhr eine groß angelegte Suche. Eingesetzt wurde der Seenotrettungskreuzer „Bremen“ (Station Großenbrode) sowie die beiden Seenotrettungsboote „Heiligenhafen“ (Heiligenhafen) und die „Emil Zimmermann (Puttgarden). Außerdem beteiligten sich das Gewässerschutzschiff „Scharhörn“ der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes sowie ein Schlepper an der Suche. Im Revier vor Fehmarn herrschten gute Bedingungen: südwestliche Winde um drei Beaufort und nur etwa ein halber Meter Seegang.

Die Einsatzleitung vor Ort hatte die „Scharhörn“. Sie war als erstes Schiff im Suchgebiet. Ihre Besatzung entdeckte gegen 22.10 Uhr, knapp eine Stunde nach der Alarmierung und bei inzwischen nahezu völliger Dunkelheit, die beiden Taucher im Wasser. Diese hatten mit Lichtzeichen ihrer Taucherlampen auf sich aufmerksam gemacht.

Die Lichtzeichen wurden auch von der Crew der „Bremen“ gesehen. „Glücklicherweise haben wir Richtung Osten gesucht. Dort war der Himmel schon dunkel, so dass wir die Lichter der Taucher relativ schnell bemerkt haben“, sagte gestern Vormann Sven-Eric Carl. Ein ebenfalls alarmierter SAR-Hubschrauber der Marine wurde nicht mehr benötigt.

Die Taucher hatten großes Glück: Die starke Strömung unter Wasser hatte sie beinahe eine Seemeile weit Richtung Osten von ihrem Schlauchboot abgetrieben, bevor sie wieder aufgetaucht waren. Deshalb hatte sich die Gruppe aus den Augen verloren.

Im Bordhospital der „Bremen“ übernahmen die Seenotretter die Erstversorgung der Unterkühlten. Die junge Frau klagte über Müdigkeit, ein deutliches Zeichen starker Unterkühlung. Ihre Körpertemperatur betrug nur noch 34,5 Grad. Der Tauchlehrer war mit 36,5 Grad Körpertemperatur leicht unterkühlt. In Großenbroder Hafen kümmerten sich dann Sanitäter um die beiden Taucher.
Von Louis Gäbler

Tag der Seenotretter

An diesem Wochenende können sich die Freunde und Förderer der DGzRS beim „Tag der Seenotretter“ auf vielen Stationen an Nord- und Ostsee selbst ein Bild von der Leistungsfähigkeit der Schiffe und Besatzungen machen.
In Ostholstein laden die Seenotretter heute noch nach Neustadt ein. Die Arbeit der Seenotretter finanziert sich übrigens ausschließlich durch Spenden.
Das Programm: www.seenotretter.de/termine.

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