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Ostholstein „Theater in der Stadt“: Jetzt wird es auch erotisch
Lokales Ostholstein „Theater in der Stadt“: Jetzt wird es auch erotisch
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22:07 10.05.2016
Vertreter der Stadt, Organisatorin Gabriele Nellies (l.) und Unterstützer aus der Geschäftswelt werben für die Theatersaison. Quelle: Rosenkötter

„Theater in der Stadt“ — diese vier Worte stehen in der kommenden Spielzeit für bekannte Schauspieler, plattdeutsche Aufführungen, musikalische Höhepunkte, die Inszenierung eines Kino-Hits und auch für einen Hauch Erotik. Denn bei der Vorstellung des Theaterprogramms der Stadt Neustadt verkündete Organisatorin Gabriele Nellies die Aufführung einer Burlesque-Show am Silvesterabend.

Damit kommt „The Petits Fours Show“ nach zahlreichen Auftritten im Hamburger „Schmidts Tivoli“ erstmals in den Kreis Ostholstein. Die Zuschauer erwartet eine erotisch-musikalische Reise mit einem Mix aus Burlesque, Tanz, Ballett, Gesang und Comedy.

Zum Auftakt der Theatersaison am 23. September gibt es die „Deutschstunde“. Das Schauspiel nach dem Roman von Siegfried Lenz rückt die Schuld und Pflicht in der Zeit des Nationalsozialismus in den Vordergrund. Es ist ein Stück Aufarbeitung der NS-Zeit. Hauptdarsteller ist Max Volkert Martens. Der Schauspieler dürfte den meisten Fernsehzuschauern bekannt sein. Er ist seit Jahrzehnten präsent, war unter anderem im „Tatort“, in der „Küstenwache“ und in der US-amerikanischen Serie „Homeland“ zu sehen.

Dass Max Volkert Martens nicht das einzige bekannte Gesicht ist, das die Zuschauer sehen können, verdeutlicht ein Blick in das neue Programm. In der Tragikomödie „Honig im Kopf“

(13. Januar 2017), basierend auf dem gleichnamigen Kino-Hit von Til Schweiger und Hilly Martinek, werden Achim Wolff und Karsten Speck auf der Bühne stehen. Gleich drei Stars der deutschen TV-Welt gibt es in der Komödie „Kunst“ (17. Februar 2017) von Yasmina Reza. Die Schauspieler Heinrich Schafmeister, Leonard Lansink und Luc Feit stellen drei Freude dar, die über eine weiße Leinwand diskutieren, wobei einer von ihnen dies für teure Kunst hält. Was zunächst vielleicht nicht besonders lustig klingt, hat bislang äußerst gute Kritiken gehalten.

Einen Besuch wert sein dürfte auch „Mord am Mikro“ (31. März 2017). Der Musik-Krimi im Retro- Hörspielformat mit Hauke Wendt, Marko Formanek und Fabian Harloff bezieht die Zuschauer mit ein. „Wir haben uns das angeschaut. Sie müssen ein bisschen mitmachen, nicht nur die ersten drei Reihen. Wir hoffen damit jüngeres Publikum anzusprechen“, so Nellies.

Weitere Stücke, die in der neuen Saison gezeigt werden, sind das Schauspiel „Die Dinge meiner Eltern (3. März 2017), die Boulevardkomödie „Adieu und bis gleich“ (15. Oktober) und die Komödien „Ein Mann fürs Grobe“ (25. November) und „Das Lächeln der Frauen“ (17. März 2017). Zudem gibt es die plattdeutschen Werke „Op Düvels Schuuvkoor“ (4. November; Ohnsorg-Ensemble) und „Gaude Geister“

(3. Februar 2017; Fritz-Reuter-Bühne Schwerin). Publikumsmagnet dürfte jedoch wie schon in den vergangenen Spielzeiten der Besuch von Familie Malente sein. Diesmal gibt es am 9. und 10. Dezember eine Schlagerparade und Sketche der wilden 60er Jahre.

Infos auf einen Blick

Alle Aufführungen finden in der Aula der Jacob-Lienau-Gemeinschaftsschule statt. Beginn ist immer um 20 Uhr.

Karten gibt es unter anderem beim Kultur-Service der Stadt Neustadt sowie ab Juni auch auf der Internetseite www.stadt-neustadt.de. Zunächst läuft vom 17. Mai bis 30. Juni der Abo-Verkauf, anschließend soll der Einzelverkauf am 1. Juli starten.

Kostenlose Unterhaltung, und das gleich sieben Mal, verspricht die Neustädter Kulturmatinee. Die Veranstaltungsreihe beginnt am 2. Oktober mit einer Plattdüütsch-Matinee. Los geht es um 11 Uhr in der Lienau-Schule.

Von Sebastian Rosenkötter

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