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Ostholstein Tiere sterben bei Großbrand
Lokales Ostholstein Tiere sterben bei Großbrand
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00:00 28.12.2012
Die Scheune am Rande Kellenhusens ist bis auf die Grundmauern abgebrannt. Quelle: Peter Mantik
Burgstaaken a. F

Dieses Weihnachten wird vielen Menschen in Kellenhusen noch lange in trauriger Erinnerung bleiben: Am Morgen des 1. Weihnachtsfeiertages kam es am Zeltplatzweg in einem Stallgebäude zu einem Feuer, bei dem acht Tiere verendeten.

Das Feuer war gegen 4.48 Uhr gemeldet worden. Die alarmierten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus Kellenhusen und Dahme konnten ein vollständiges Abbrennen des Stallgebäudes, das sechs mal 15 Meter groß gewesen war, nicht mehr verhindern. Ortswehrführer Hans-Werner Landschoof bestätigte: „Als wir eintrafen, befand sich der Stall bereits im Vollbrand. Die Tiere dürften zu diesem Zeitpunkt bereits verendet gewesen sein. Es gab keine Bewegung oder Geräusche aus dem Gebäude.“ Die Rede ist von sieben Schafen und einem Pferd.

Während es in einer Polizeimeldung der Kripo heißt, das zur Brandursache zur Zeit keine Angaben gemacht werden können, kursieren in Kellenhusen bereits Gerüchte. So sagt der ehemalige Bürgermeister und Besitzer der Stallung sowie der sieben Schafe, Rainer Wulf: „Ich kenne die technische Anlage und bezweifle, dass es sich um einen Defekt handelt.“ Er gehe vielmehr von Brandstiftung aus. Auch unter Feuerwehrkameraden vor Ort und bei Facebook im Internet ist die Rede von Brandstiftung. Die Gerüchteküche brodelt. Sollte sich dieser schreckliche Verdacht erhärten, sind Wulf, aber auch Bürgermeisterin Ingelore Kohlert (Freie Wähler) wild entschlossen, für die Ergreifung des Täters eine Prämie in Höhe von 2000 Euro auszusetzen. Kohlert: „Die Tiere waren dem Feuer hilflos ausgesetzt. Mir fehlen die Worte, sollte es sich tatsächlich um eine Straftat handeln.“ Das ist nur verständlich, schließlich gehört der 22-jährige Trakehner „Topas“, der in den Flammen umkam, ihrer Tochter Nicole Kohlert. Die sagte: „Weihnachten ist für mich kein Thema mehr. Das ist einfach nur schrecklich.“

Kellenhusens Wehrführer Landschoof hingegen zeigte sich zur Brandursache wie auch die Polizei zurückhaltend: „Einen technischen Defekt ausschließen kann ich jedenfalls nicht.“ Die Kriminalpolizei in Neustadt ermittelt in dem Fall. Zeugen, die Angaben zu dem Sachverhalt machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 045 61/61 50 zu melden.

Kippe sorgte für Alarm
Eine nicht richtig ausgedrückte Zigarettenkippe sorgte gestern Morgen gegen 10.30 Uhr für Feueralarm im Hafen Burgstaaken. In einer Gaststätte hatte jemand seine Zigarette in einem Blumentopf ausgedrückt, sie schwelte jedoch weiter. Weil niemand wusste, woher der brenzlige Geruch kam, wurde vorsichtshalber die Freiwillige Feuerwehr Burg alarmiert, die mit Blaulicht und Martinshorn anrückte. Die sachkundigen Nasen der Feuerwehrleute fanden schnell die Ursache für den Brandgeruch. Ebenso schnell wie sie angerückt war, rückte die Wehr wieder ab. mk
Meiner Meinung nach muss es Brand- stiftung gewesen sein.“Eigentümer Rainer Wulf

Peter Mantik

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