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Ostholstein Tierhilfe wird 2018 abgewickelt
Lokales Ostholstein Tierhilfe wird 2018 abgewickelt
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21:10 21.09.2017
Altenkrempe

Der 1999 in Stolpe (Gemeinde Altenkrempe) gegründete Verein hat sich um Tausende Haus- und Wildtiere in Neustadt sowie den zum Amt Ostholstein-Mitte gehörenden Gemeinden gekümmert. Wer die Tiere in Zukunft aufnehmen wird, ist unklar. Nach LN-Informationen führen Vertreter der betroffenen Orte Gespräche mit dem Verein „Tierschutz Eutin und Umgebung“. „Wildtiere werden keine Hilfe mehr bekommen.

Dazu sind die Gemeinden nicht verpflichtet“, so Anna Gomberg.

Von den knapp 400 Mitglieder waren 24 zur entscheidenden Sitzung erschienen. Die Betroffenheit war groß. Besonders Anna Gomberg nahm die Situation sichtlich mit. „Es fällt mir schwer. Aber ich bin jetzt 70 geworden und ich schaffe es nicht mehr“, sagte sie. Die Aufnahme von Tieren werde bereits jetzt zurückgefahren.

Gabriele Flick verdeutlichte, dass die beschlossene Auflösung nicht das sofortige Ende der „Tierhilfe Ostholstein“ bedeute. Stattdessen beginne in vier Wochen eine etwa zwölfmonatige Phase, in der der Verein abgewickelt werden müsse. Unter anderem muss das Fahrzeug verkauft, Volieren zurückgebaut und Tiere vermittelt werden. Betroffen sind auch zwei Mitarbeiterinnen, die gerade ihre Ausbildung beendet haben. Sie sollen noch ein Jahr beschäftigt werden, müssen dann einen neuen Arbeitgeber suchen.

Das aktuelle Vereinsvermögen beträgt laut Anna Gomberg 185000 Euro. Nach der endgültigen Abwicklung dürften mindestens 65000 Euro übrig bleiben. Diese sollen an Vereine gespendet werden, die sich ebenfalls um Fundtiere kümmern. Genaueres wollen die Mitglieder im September 2018 bei einer letzten Sitzung bestimmen.

Beide Vorsitzende sparten nicht mit Kritik an der Stadt Neustadt und dem Amt Ostholstein- Mitte. Trotz jahrelanger Mahnungen, wie es nach einem möglichen Ende der Tierhilfe weitergehen könne, sei nichts passiert. Ähnlich äußerten sich einige Mitglieder. Sie wollen, dass Neustadt eine Aufnahmestelle einrichtet.

ser

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