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Ostholstein Tierschützer melden weniger Katzen
Lokales Ostholstein Tierschützer melden weniger Katzen
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22:12 26.07.2017
Katzen können mehrmals im Jahr Nachwuchs bekommen und sich somit stark vermehren. Quelle: Foto: Khirikotch/fotolia
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Eutin

Das Engagement des Landes und der Tierschutzorganisationen in Ostholstein zeigt Wirkung: Immer weniger Fundkatzen werden bei Anna Gomberg, der Vorsitzenden der Tierhilfe Ostholstein in Stolpe, und im Tierheim Eutin abgegeben. „In den letzten fünf Jahren ist ein deutlicher Rückgang erkennbar“, erklärt Dr. Werner Sach, Vorsitzender des Tierschutzes Eutin und Umgebung. Auch Gomberg sagt: „In den letzten zwei Jahren haben wir etwa 50 Prozent weniger Katzen.“

Als einen Grund nennt Sach die Kastrations-Aktionen des Landes für frei lebende Katzen, die zuletzt im Herbst 2016 stattgefunden haben. Das Landwirtschaftsministerium hatte im Haushalt 2016 einen Betrag von 200 000 Euro für die Kastration frei lebender Katzen bereitgestellt, mit 20 000 Euro beteiligte sich der Deutsche Tierschutzbund und mit 10 000 Euro der Landestierschutzverband Schleswig- Holstein an dem Projekt. Von 2014 bis 2015 wurden in Schleswig-Holstein beim Pilotprojekt gegen Katzenelend laut den Abrechnungen der Tierärztekammer 7428 Katzen kastriert. Mit 63,8 Prozent handelte es sich dabei überwiegend um frei lebende Katzen (4741 Tiere). Gut 60 Prozent waren weiblich.

Bei der Tierhilfe Ostholstein wurden allein 2016 mehr als 80 Katzen kastriert. „Das ist eine Menge Geld“, betont Gomberg. Ihnen sei Hilfe vom Land versprochen worden, sagt die Vorsitzende der Tierhilfe Ostholstein. Doch von den Fördergeldern habe die Organisation nicht viel abgekriegt. Zudem kritisiert Gomberg den genau terminierten Zeitraum, an denen Kastrationen vorgenommen werden. „Das ist nicht vernünftig.“

Den Rückgang der Katzen habe man vor allem dem Einsatz der Tierschutzorganisationen zu verdanken, sagt Sach. Dazu beigetragen hat aber auch der Rückgang der viehhaltenen Betriebe, auf denen sich häufig Katzen herumtrieben. Außerdem seien Katzenliebhaber, die wilde Tiere an Sammelpunkten gefüttert haben, einsichtiger geworden und helfen, die Tiere einzufangen und zu kastrieren.

Anna Gomberg freut sich über den Erfolg. Die Tierhilfe Ostholstein wird allerdings Ende 2018 aufgelöst. Gomberg glaubt, dass ohne Engagement die Katzenrate wieder steigen wird. „Ich fürchte, dass alles umsonst war.“

bz

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