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Ostholstein Timmendorf als Hochzeits-Hochburg
Lokales Ostholstein Timmendorf als Hochzeits-Hochburg
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14:56 08.09.2017
Heiraten vor traumhafter Seekulisse: Das soll künftig beim Fischereihof am Hemmelsdorfer See möglich sein. Quelle: Fotos: Ln-Archiv, Latzel, Burow
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Timmendorfer Strand

Regelrecht romantisch ist es offenbar vor Kurzem im Timmendorfer Ordnungsamt zugegangen, was zum einen grundsätzlich erfreulich erscheint und zum anderen zum neuen Hochzeitskonzept der Gemeinde geführt hat. Denn zum Ordnungsamt gehört auch das Standesamt, und so präsentierte Standesbeamtin Sandra Neumann im Tourismusausschuss die allgemeine sowie die gewünschte künftige Heiratslage In diesem Jahr haben sich bereits 210 Paare in Timmendorf getraut. Ziel seien 320 Vermählungen pro Jahr, erklärte Neumann. Deshalb sei das Personal bereits aufgestockt worden, so dass die Gemeinde jetzt über 1,8 Vollzeitstellen für Standesbeamte verfüge. Ein Vorteil Timmendorfs sei seit Jahren, dass dort auch sonnabends getraut wird, was der damalige Bürgermeister Volker Popp (parteilos) eingeführt hatte.

Die Gemeinde will erste Anlaufstelle für Paare werden. Dazu sollen auch neue Trauorte beitragen.

Gebühren

Die Prüfung der Ehefähigkeit kostet 50 Euro. Für die Vornahme der Eheschließung außerhalb der Diensträume des Standesamtes innerhalb der üblichen Öffnungszeiten des Standesamtes fallen 150

Euro. Für die die Eheschließung außerhalb der üblichen Öffnungszeiten und außerhalb der Diensträume des Standesamtes sind es 200 Euro.

Zusätzlich zum Trauzimmer im Alten Rathaus liegt im Niendorfer Hafen die Yacht „Positano“ für Eheschließungen bereit, sie wurde 2008 als Trauort gewidmet. Während der Trauungen, die mittwochs vorgenommen werden, bleibt das Schiff im Hafen. Als dritter Trauort ist neben dem Alten Rathaus der „Hochzeitshügel“ gebaut worden, der bislang aber vor allem für das Miteinander nach der Vermählung genutzt werde. Zwar fand dort Anfang August auch die erste Eheschließung statt, der Hügel sei den meisten Paaren aber „zu laut und zu öffentlich“, sagt Neumann, und deshalb nur für diejenigen geeignet, „die sich unter beträchtlicher Teilnahme des Timmendorfer Publikums das gegenseitige Jawort geben möchten“.

In Zukunft will Timmendorf drei weitere Trauorte bieten. Erstens: den Fischereihof Hemmelsdorf. „Menschen, die fernab des alltäglichen Trubels und der Geschwindigkeit des Tages zueinander Ja sagen möchten, erleben hier eine andere Dimension der Flora und Fauna“, heißt es dazu, und: „Die traumhafte Kulisse unterstreicht die Zauberhaftigkeit des Geschehens.“

Zweitens ist an die Hafeninformation in Niendorf gedacht, in deren Vortragsraum eine Trauung möglich wäre. Zudem könnte sich die Hochzeitsgesellschaft hinterher zu einem Umtrunk auf die Dachterrasse begeben. Eine dritte Möglichkeit wäre das Teehaus auf der Seeschlösschen-Brücke – dort sei seinerzeit ohnehin ein Raum eingeplant worden, der auch als Trauzimmer ausweisbar sei, erklärte die Standesbeamtin. Es fehle allerdings noch an einer entsprechenden Vereinbarung zwischen Gemeinde und Pächter.

Nicht angeboten werden können hingegen Trauungen am Strand oder auf den Seebrücken, denn dagegen stehen die Vorschriften: „Da es sich um eine Freiluft-Trauung handelt, muss in unmittelbarer Nähe ein Ausweichraum vorgehalten werden.“ Weiter vorangetrieben werden soll das Hochzeitsfieber in Timmendorf durch „Ausnutzung der Wintermonate“ sowie „Themen- Eheschließungen“ wie „Mittsommernacht im Hafen“ oder „Sonnenaufgang in Hemmelsdorf“.

 Sabine Latzel

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