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Ostholstein Timmendorf startet seinen „Aktionsplan Inklusion“
Lokales Ostholstein Timmendorf startet seinen „Aktionsplan Inklusion“
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22:18 02.05.2016

„Timmendorf steht für Vielfalt, und das wollen wir noch ausbauen“: So eröffnete Hatice Kara, Bürgermeisterin von Timmendorfer Strand, die Auftaktveranstaltung zur Entwicklung eines „Aktionsplanes Inklusion“. Damit sollen laut Gemeindeverwaltung „Ziele und konkrete Maßnahmen entwickelt werden, um die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen in Timmendorfer Strand systematisch auszubauen“.

Fachliche Unterstützung erhält die Gemeinde in der Kooperation mit dem Projekt „Ostholstein erlebbar für alle“, welches bereits mit anderen Städten und Gemeinden Aktionspläne auf den Weg gebracht hat. Lena Middendorf, Projektleiterin bei „Ostholstein erlebbar für alle“, betonte in ihrer Einleitung, dass Inklusion ein Prozess sie, zu dem alle etwas beitragen können und von dem alle profitieren. Letztlich gehe es um ein „Design für alle“, denn Barrierefreiheit sei unentbehrlich für zehn Prozent, notwendig für 40 Prozent und komfortabel für 100 Prozent der Menschen.

Nach der musikalischen Einstimmung durch die Band vom Timmendorfer Ostseegymnasium nutzten laut Verwaltung mehr als 70 interessierte Bürger in der Mensa der Grund- und Gemeinschaftsschule die Möglichkeit, Themen anzusprechen, die ihnen unter den Nägeln brennen. Verteilt auf die vier Themen-Tische „Arbeit und Beschäftigung“, „Tourismus, Freizeit und Kultur“, „Wohnen und Versorgung“ sowie „Barrierefreiheit im öffentlichen Raum“ wurden Gedanken und Vorschläge ausgetauscht und festgehalten.

Dabei ging es sowohl um positive wie auch negative Beispiele. Genannt wurden der barrierefreie Umbau des Schwimmbades, der Mangel an barrierefreien Toiletten in der Timmendorfer Gastronomie und auch zu wenig barrierefreie Strandzugänge. Aber auch Anregungen und Ideen wurden gesammelt. Gerade Menschen mit Behinderung sollen ihr Expertenwissen einfließen lassen, „denn schließlich können sie am besten aufzeigen, wo Verbesserungen nötig sind, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderung und ihrer Familien besser zu gewährleisten“, heißt es.

Bürgermeisterin Kara freute sich über die überreichten Karten als Denkanstöße und ist zuversichtlich, dass unter Mitwirkung vieler Akteure Inklusion und Barrierefreiheit vorangebracht werden. Mit einem Beispiel für die Vielfalt in der Gemeinde endete das musikalische Rahmenprogramm: Der internationale Chor „LaTiDo“ brachte ein Lied in arabischer Sprache zur Aufführung.

LN

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