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Ostholstein Timmendorf trotzt dem Regen
Lokales Ostholstein Timmendorf trotzt dem Regen
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20:22 17.10.2015
Eine der wenigen Unerschrockenen: Inge Paetow (l.) war mit Regenjacke, Hut und Gummistiefeln zum Kurparkfrühstück richtig gekleidet. Quelle: Benthien

Der Einladung zum Kurparkfrühstück im Strandpark mochten gestern nur wenige Timmendorfer folgen. Bei acht Grad, Nieselregen und aufgeweichtem Boden waren Nehmerqualitäten gefragt sowie Gummistiefel oder anderes robustes Schuhwerk. „Punkt elf fängt es wieder an zu regnen, es ist irgendwie traurig dieses Wochenende“, fand Tourismuschef Joachim Nitz.

„Eine nette Idee, aber zum falschen Zeitpunkt umgesetzt“, sagte Inge Paetow. Dass das Jubiläumswochenende (die LN berichteten) ausgerechnet Mitte Oktober mit diversen Freiluftveranstaltungen gefeiert werde, könne sie nicht nachvollziehen. Dennoch beteiligte sich die Timmendorferin am Quiz, beantwortete Fragen wie „In welchem Song von 1983 erwähnt Udo Jürgens Timmendorfer Strand?“ und ließ sich einen Rollmops schmecken.

Das Büfett „im Stil der 70er“ wartete unter anderem mit Käseigel, kleinen Frikadellen, Cornflakes, Caro-Kaffee und Tritop auf. „Was man damals eben gern gegessen hat und was damals gerade in Mode kam“, erläuterte Nitz. In den 70ern sei er zur Schule gegangen und habe kaum die Pausen erwarten können, um sich beim Hausmeister ein Klatschbrötchen zu holen, verriet er. Das gab es gestern natürlich auch: ein einfaches Brötchen mit dem heute sogenannten Schokokuss zwischen den Hälften — in den 70ern durfte er noch anders genannt werden.

Joachim Nitz versuchte gestern Vormittag bei der überschaubaren Zahl von Besuchern Interesse an weiteren Programmpunkten zu wecken. Am heutigen Sonntag (15.15 Uhr) ist im Strandpark beispielsweise eine Modenschau „Kleider im Wandel der Jahrzehnte“ geplant. Ebenfalls im Strandpark sollen ab 17.15 Uhr Musical-Songs erklingen, vorgetragen von der Sopranistin Nicole Mühle.

Vor allem erhofft sich der Tourismuschef heute um 12 Uhr aber Begleitung beim Abbaden an der Seebrücke. „Kommen Sie im geringelten Trikot und werfen Sie sich mutig in die Wellen“ wird auch im Flyer „150 Jahre Seebad Timmendorfer Strand“ geworben. Nur zu: Nass werden Besucher vermutlich ohnehin. Das Zähneklappern beim Baden in der Ostsee übertönt der Dixie-Sound der Marching Band.

ben

LN

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