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Ostholstein Timmendorfer planen Investitions-Offensive in 2017
Lokales Ostholstein Timmendorfer planen Investitions-Offensive in 2017
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21:14 02.11.2016

Es geht wieder los mit den Haushaltsberatungen, ein zähes Geschäft, bei dem aber auch interessante Zahlen auf die Tische kommen, so auch bei der Sitzung des Timmendorfer Hauptausschusses. Zunächst jedoch wurde ein Termin genannt, auf den schon viele warten: Der Bürgerentscheid zur – vermutlich knapp sieben Millionen Euro teuren – Sanierung des Eissport- und Tenniscentrums (ETC) soll laut Bürgermeisterin Hatice Kara am 26. Februar 2017 stattfinden, die Kinder- und Jugendbefragung werde parallel dazu angeschoben.

Generell haben sich die Timmendorfer für 2017 viele Projekte vorgenommen, die auch durchgezogen werden sollen, wie das einstimmige Votum für einen Antrag der CDU zeigte. Demnach soll die Verwaltung bis zur nächsten Hauptausschuss-Sitzung (Dienstag, 29. November) ein Konzept vorlegen, wie alle Investitionen durchgeführt können, die mit der Priorität „zwingend“ oder „1“ versehen sind – die also sozusagen in der Wichtigkeitsskala oben stehen. Ebenfalls in Auftrag gegeben wurde ein „Masterplan“, offenbar ein Gemeinde-Entwicklungskonzept.

Davon abgesehen rechnet die Gemeinde für 2017 mit beachtlichen Einnahmen: Allein für die Gewerbesteuer sind vier Millionen Euro und für die Übernachtungskurabgabe 2,5 Millionen Euro veranschlagt.

Gleichzeitig stehen große Ausgaben ins Haus, etwa der Neubau der Kioske Grimm, Milchhäuschen und Spielmann für zusammen 1,2 Millionen Euro, der Bau des Buhnensystems zwischen Niendorfer Hafen und Seeschlösschen-Brücke für eine Million Euro und die Ausbaggerung des Hafens für 500000 Euro. 170000 Euro sollen die Überplanung der Düne vor dem Maritim-Hotel und der Bau eines Holzplateaus darauf kosten, 150000 Euro die Erneuerung der Stege in Niendorf zwischen Wohnanlage „Miramar“ und Brodtener Ufer. Je 140000 Euro werden für die Planung der neuen Maritim-Seebrücke (der Gewinner des Gestaltungswettbewerbes soll im März 2017 feststehen) sowie für technische Umbauten im Niendorfer Schwimmbad fällig.

Ärgerlich für die Gemeinde: Wegen verschiedener Baumängel nimmt sie auch in 2017 weniger Jahrespacht für das Teehaus (54000 Euro statt vorgesehener 84000 Euro) und für den Fischereihof Hemmelsdorf (72000 statt 90000 Euro) ein. Kritische Töne angesichts all der genannten Summen kamen unter anderem von Peter Ninnemann (SPD), der darauf verwies, dass Timmendorf mit 17

Millionen Euro verschuldet sei und jährlich 300000 Euro für Zinsen aufbringen müsse. „Der Verschuldung steht immer ein Gegenwert gegenüber“, sagte dazu Kai-Ingo Menke-zum Felde – eine Fortsetzung dieser Diskussion dürfte in den nächsten Wochen und Monaten folgen.

latz

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