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Ostholstein Tödlicher Unfall am Hassendorfer Dreieck
Lokales Ostholstein Tödlicher Unfall am Hassendorfer Dreieck
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21:52 29.02.2016
Der Wagen des tödlich Verunglückten wurde bei dem Unfall am Hassendorfer Kreuz zerstört. Quelle: Martina Janke-Hansen
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Hutzfeld/Groß Timmendorf

Wrackteile liegen verstreut auf der Fahrbahn, der einstige Mitsubishi ist nur noch ein Blechknäuel am Baum, weggeflogene Leitpfosten liegen kreuz und quer: Es ist ein schrecklicher Anblick, der sich Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften bietet, als sie gestern Vormittag gegen 10.40 Uhr am Hassendorfer Dreieck eintreffen. Notarzt und Sanitäter können dem Verunglückten nicht mehr helfen. Der Fahrer stirbt in den Trümmern seines Wagens.

Ein Autofahrer aus Hutzfeld war laut Polizei als erster an der Unglücksstelle. „Er sah Rauch aus dem kleinen Wäldchen aufsteigen“, hieß es am Unglücksort. Nur dadurch sei der Unfall überhaupt entdeckt worden. Das Wrack des Unfallautos hatte Feuer gefangen. Der Autofahrer setzte einen Notruf ab und lief mit dem Feuerlöscher zum Unglücksfahrzeug. Ein weiterer Autofahrer kam hinzu, das Feuer wurde schnell erstickt.

Warum der 43 Jahre alte Mann aus dem Kreis Segeberg mit seinem silberfarbenen Mitsubishi Lancer gegen den Baum prallte, ist unklar. Es gibt keine Bremsspuren. Ob er einem plötzlichen Hindernis ausweichen wollte oder aber aus gesundheitlichen Gründen am Steuer zusammengebrochen ist und dann die Gewalt über sein Auto verlor, konnte gestern nicht geklärt werden.

Es sei ein sogenannter „Alleinunfall“, so die Polizei, an dem kein anderes Fahrzeug beteiligt war, der aber auch von niemandem beobachtet wurde. „Die Lübecker Staatsanwaltschaft beauftragte für die Ermittlung des Unfallherganges und die Ursachenerforschung einen Gutachter“, hieß es am Nachmittag von Stefan Muhtz, Sprecher der Polizeidirektion Lübeck. Für die Bergung des Mitsubishi Lancer war ein Kranwagen angefordert worden. Bis zum Abschluss der Bergung war die Straße voll gesperrt.

Für Bosaus Gemeindewehrführer Andreas Riemke und die 17 Männer der Freiwilligen Feuerwehr Hutzfeld-Brackrade war der Einsatz besonders schwer. „Da kommen doch Erinnerungen wieder hoch“, so Riemke. Am 27. Februar des vergangenen Jahres waren bei einem schweren Verkehrsunfall am Hassendorfer Kreuz zwei junge Feuerwehrmänner ums Leben gekommen. Familie und Freunde hatten sich am Sonnabend an der Unglücksstelle getroffen, um ihrer zu gedenken und gemeinsam zu trauern.

Heute Abend ist der erste von zwei Feuerwehrdiensten im Monat. „Da wird dieser Unfall sicher auch ein Thema sein“, so Andreas Riemke. Und dann wird auch darüber gesprochen, ob nach dem Einsatz noch eine psychologische Betreuung notwendig ist.

Mit einem ungewöhnlichen Unfall, bei dem zum Glück niemand ernsthaft verletzt wurde, hatte es am Sonnabend die Freiwillige Feuerwehr Groß Timmendorf zu tun. Ortswehrführer Thomas Brede und sein Team mussten die Überreste eines Buswartehäuschens sichern. Eine Autofahrerin hatte auf der Dorfstraße die Kontrolle über ihren Ford Focus verloren und war gegen das hölzerne Häuschen gekracht, dabei wurde es komplett aus der Verankerung gerissen.

Die Ostholsteinerin wurde bei dem „Volltreffer“ kaum verletzt und musste vom Rettungsdienst nicht weiter versorgt werden. Das Wartehäuschen allerdings ist hin.

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