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Ostholstein Tolle Erfolgsquote beim Bugenhagenwerk
Lokales Ostholstein Tolle Erfolgsquote beim Bugenhagenwerk
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21:16 03.09.2013
Freisprechungsfeier im Bugenhagen-Berufsbildungswerk mit dem Ausbildungsleiter Hartmut Binder (rechts). Quelle: Foto: cd

Hartmut Binder hat eine ganz besondere Lieblingslektüre. Es ist die lange Liste mit Namen von Unternehmen, die ehemaligen Auszubildenden des Bugenhagen Berufsbildungswerkes (BBW) Timmendorfer Strand einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellen. Binder ist Leiter der Ausbildung im BBW. Während der Freisprechung von 102 ehemaligen Lehrlingen, die Theorie und Praxis in 27 verschiedenen Ausbildungsberufen kennengelernt hatten, strotzte Binder nur so vor berechtigtem Stolz. So berichtete er von einer Erfolgsquote bei den Prüfungen von 97,1 Prozent. Bundesweit liege sie bei „nur“ 91,2 Prozent. Noch am Tag der großen Freisprechungsfeier erfuhr Binder zudem von einer weiteren Arbeitsvermittlung. Somit wissen nun 55 Jugendliche (54 Prozent) wie es sofort nach ihrer Ausbildung beruflich weitergeht. Eine hundertprozentige Vermittlung habe es in diesem Jahr bei den Altenpflegern und bei den Textilreinigern gegeben. Überhaupt, so Binder, habe sich die Einstellung der Unternehmensverantwortlichen gegenüber Behinderten offensichtlich zum Positiven gewandelt. Dies zeige sich schon darin, dass erst kürzlich Vertreter von großen Betrieben wie Ikea oder Rossmann den Kontakt zum BBW gesucht haben.

Großen Respekt und hohe Anerkennung für das von den Auszubildenden Geleistete zollte auch BBW-Leiterin Inka Kielhorn. „Ich hoffe, dass Sie sich hier bei uns angenommen gefühlt haben. Wir haben Sie so angenommen, wie Sie sind“, sagte sie in Richtung der ehemaligen Auszubildenden. Sie ist sich ganz sicher: „Ich weiß, dass Sie Ihr Leben meistern werden.“

Sowohl Berufsschulleiterin Birgit Becker als auch Gabriele Frasch, Leiterin des Sozialen Dienstes beim BBW, richteten den Blick auf die Zukunft und ermutigten die jungen Menschen, ihren jetzt eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Selbstständigkeit, Selbstbewusstsein und soziale Fähigkeiten hätten sie in Timmendorfer Strand ja gelernt.

Ähnlich äußerte sich Hatice Kara, Bürgermeisterin von Timmendorfer Strand. Die Zeit im BBW sei für alle eine gute Grundlage, den weiteren beruflichen Weg zu beschreiten. „Diese solide Ausbildung macht Sie fit für viele unterschiedliche Tätigkeiten“, sagte Kara. Gelernt hätten die Schüler nicht nur Fachwissen, sondern auch soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit.

Ein „Dankeschön“ richteten Julia Prosch und Daniel Boscemann, die beiden Auszubildendenvertreter des BBW, an Ausbilder und Prüfer. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung, an der auch zahlreiche Angehörige teilnahmen, von der Gruppe „Drei Tage wach“.

Christina Düvell-Veen

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