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Ostholstein Top-Programm im Jahr der Gartenschau
Lokales Ostholstein Top-Programm im Jahr der Gartenschau
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22:39 13.01.2016
Historische Fotos der Stadt, hier eine Aufnahme aus dem Jahr 1930, beenden das Ausstellungsjahr 2016. Quelle: Theodor Möller/oh-Museum

Und so hat sich das Museum bei seinem Angebot für 2016 „noch ein bisschen mehr Mühe gegeben als sonst“, erläuterte Leiterin Dr. Julia Hümme bei der gestrigen Vorstellung. Bereits ab 13. März ist im Erdgeschoss ein Glanzlicht zu erleben: Klaus Fußmann, einer der bedeutendsten zeitgenössischen Landschaftsmaler Deutschlands, nimmt die Besucher mit auf einen Streifzug durch die holsteinische Landschaft. Über 60 Bilder werden zu sehen sein. Der in Gelting an der Flensburger Förde lebende Künstler hat sie eigens für die LGS gemalt. Zu den Fußmann-Arbeiten unter der Überschrift „Stadt Land Seen“ wird es auch ein Begleitbuch geben, kündigte Carsten Behnk an, Geschäftsführer der Kulturstiftung des Kreises. „Ein Super-Mitbringsel aus Eutin“, schwärmte er.

Bereits ab 11. März wird im Dachgeschoss des Museum an die Eutiner Staudengärtnerei Herms (1927 bis 1973) erinnert, unter anderem mit Zeichnungen der Enkelin Katrin Ullmann. „Gartenjuwelen“ heißt diese Schau.

Ab 17. Juli folgt der nächste „Knaller“ im Erdgeschoss: Dann wird das grafische Werk des international renommierten Malers und Kunstprofessors Jörg Immendorff in Eutin zu sehen sein. „Ein bisschen schwere Kost“, kommentierte Julia Hümme die Präsentation, aber „spannend und kunsthistorisch anspruchsvoll.“ Immendorff, der weltweit in Museen vertreten ist, war 2007 an der Nervenkrankheit ALS gestorben. Ab 20. November gehört das untere Museumsgeschoss dem Maler, Grafiker und Innenarchitekten Wenzel Hablik (1881 bis 1934). Die Präsentation findet in Zusammenarbeit mit dem Wenzel-Hablik-Museum in Itzehoe statt und sollte ursprünglich bereits Ende 2015 gezeigt werden. Sie wurde dann für die Armin-Mueller-Stahl-Ausstellung verschoben.

Im Dachgeschoss wird ab dem 19. Juni die Rauminstallation „Die literarische Blumenwiese“ von dem bei Kiel lebenden Künstler Atif Gülücü gezeigt. Ab 9. September gehört das Geschoss Zeichnungen des gebürtigen Lübeckers Friedrich Overbeck (1789 bis 1869), ab 2. Dezember den Eutinern. Zum Jahresausklang und nach dem Trubel der Gartenschau holt das Museum Fotos vom alten Eutin aus dem Bestand. Sie wurden 1912, 1920, 1940 und in den 1960-er und 1970-er Jahren aufgenommen.

LGS-Geschäftsführer Martin Klehs zeigte sich begeistert von dem Programm. Das Ostholstein- Museum mit seiner überregionalen Ausstrahlung werde der Gartenschau zusätzliche Besucher bescheren, ist sich Klehs sicher. Umgekehrt will auch das Museum von der Grün-Schau profitieren. Eutin werde sich bei den Menschen viel stärker als bisher als eine der Kulturhauptstädte Schleswig-Holsteins einprägen, meinte Behnk. Nach seinen Angaben wird mit 20 000 Besuchern für 2016 im Ostholstein-Museum kalkuliert. Das wären doppelt so viele wie 2014, das jedoch wegen des schönen Sommers allgemein ein schwaches Museumsjahr war. Erfolgreich verlief dagegen 2015. 13800 Besucher wurden gezählt — 18 Prozent mehr als erwartet.

Die Kooperation zwischen Kulturstiftung und Gartenschau zahlt sich auch für die Besucher beider Einrichtungen aus. Bei Vorlage eines LGS-Tickets gibt es beim Museumseintritt zwei Euro Rabatt, umgekehrt genauso für die Gartenschau bei Vorlage einer Eintrittskarte für das Museum. Mit LGS-Dauerkarte wird bereits ab Mitte März Dauer-Nachlass im Museum gewährt. Die Öffnungszeiten werden während der Gartenschau verlängert. Sie gelten dann auch für den Montag, an dem das Museum sonst geschlossen hat. Im Rahmen der Kooperation wird auch die Kreismusikschule viele Auftritte auf der LGS haben. Höhepunkt ist der Landesmusikschultag am 16. Juli. pet

„Der Dienstplan für 2016 war eine halbe Doktorarbeit.“
Museumsleiterin Julia Hümme bei der
Erläuterung der langen Öffnungszeiten „

LN

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