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Ostholstein Torsten Albig diskutierte im Schützenhaus
Lokales Ostholstein Torsten Albig diskutierte im Schützenhaus
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22:22 19.09.2013
Ministerpräsident Torsten Albig und Bettina Hagedorn im Ahrensböker Schützenhaus. Quelle: Foto: Lintschnig

— Torsten Albig steht am Tresen des Schützenhauses der Ahrensböker Gill, bestellt sich ein alkoholfreies Weizenbier und knabbert an einer Salzstange. „Es ist wirklich beeindruckend, wie die Gedenkstätte Flachsröste mit ehrenamtlicher Arbeit hergerichtet wurde“, so Albig nachdenklich. Vor der Diskussionsveranstaltung hatte er das ehemalige KZ besucht. Es sind nicht viele Ahrensböker heute Abend in das Schützenhaus gekommen, um den Ministerpräsidenten Schleswig-Holsteins zu sehen. Mehr als hundert hätten Platz gehabt, weniger als 40 Interessierte sind gekommen. „Der Wahlkampf macht wohl müde“, vermutet Albig (SPD) und macht sich auf den Weg zu seinem Platz neben der Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn, der Landtagsabgeordneten Regina Poersch (beide SPD) und dem Vorsitzenden des SPD- Ortsvereins Ahrensbök Johann Rademacher. „Wir bedanken uns für die Hilfe von Bettina und dafür, dass sie uns manchmal ziemlich anschiebt“, sagt Rademacher einführend. „Anschieben kann sie gut, das kenne ich auch“, wirft Albig ein.

Auch wenn Hagedorn an diesem Mittwochabend wohl keinen mehr zu einem Kreuz bei der SPD überzeugen muss, da vor allem SPD-Anhänger gekommen sind, sagt Hagedorn das, was sie seit Monaten auf Wochenmärkten sagt, mit voller Überzeugung. Dass im Kreis Ostholstein 8400 Menschen unter 5,60 Euro pro Stunde verdienen, dass die SPD einen gesetzlichen Mindestlohn einführen würde und dass dadurch auch die Renten steigen würden. Die Zuhörer pflichten tuschelnd bei und klopfen auf die Tische. Fragen gibt es nicht, es scheint alles geklärt. Auch Hagedorn und Albig sind sich einig. Nur bei einem Thema wird es unter den Zuhörern emotionaler, bei der festen Fehmarnbeltquerung, gegen die Bettina Hagedorn kämpfen will. Albig müsse hier allerdings die Rolle des Ministerpräsidenten beachten und das ganze Land im Blick haben. „Bei der Brücke gab es ähnliche Proteste, heute ist sie ein Segen für die Region“, so Albig, der Hagedorns Kritik dennoch sehr ernst nehme.

Nach zwei Stunden ist die Veranstaltung vorbei. Einige Zuhörer diskutieren weiter, andere wollen ein Foto mit Albig als Andenken. Und die meisten hoffen auf einen Regierungswechsel.

lin

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