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Ostholstein Trauer um Opernsänger Hartmut Bauer
Lokales Ostholstein Trauer um Opernsänger Hartmut Bauer
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12:43 14.03.2018
Hartmut Bauer als Baron Weps im „Vogelhändler“. Quelle: Foto: Cassel

In der Wagner-Oper „Tannhäuser“ hatte der Sänger 2008 seine letzte große Partie: Er brillierte als „Landgraf von Thüringen“, sodass der LN-Kritiker nach der Premiere schrieb: „Er singt den Landgrafen mit Fülle und Präzision; man mag es kaum glauben, dass dies seine letzte große Rolle in Eutin sein soll.“ Doch Hartmut Bauer hatte sich da, im Alter von 69 Jahren und nach 45 Jahren auf vielen Bühnen in Deutschland und im Ausland entschieden, einen Schlussstrich zu ziehen.

Geboren wurde er in Kassel. Er studierte an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main. 1965 bekam er sein erstes Engagement am Stadttheater Augsburg, nach drei Jahren wechselte er ans Landestheater Coburg. 1970 wurde Hartmut Bauer als erster Bassist ans Wuppertaler Opernhaus berufen, dem er 25 Jahre lang treu blieb. Wegen seiner Verdienste um die Wuppertaler Bühnen wurde er zu deren Ehrenmitglied ernannt.

1973 debütierte er bei den Bayreuther Festspielen und überzeugte als „Fafner“ im „Nibelungenring“. In den beiden Jahren darauf gab er in Bayreuth den „Hans Schwarz“ in Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“.

1990 holte der damalige Intendant Siegfried Grote Hartmut Bauer zu den Eutiner Festspielen, wo er viele große Partien sang. 2004 beispielsweise in „Zar und Zimmermann“ einen umjubelten „Bürgermeister van Bett“. 2002 war der Bass, der auf dem „Grünen Hügel von Eutin“ schnell zum Publikumsliebling geworden war, als Schweinezüchter Kálmán Zsupán im „Zigeunerbaron“ zu sehen. In der „Fledermaus“ in der Spielzeit 2005 spielte und sang Bauer den Gefängnisdirektor Frank.

Eutin und Umgebung hatten Hartmut Bauer damals schnell begeistert – 1999 zog er mit Ehefrau Renate Bauer nach Fissau. Der Trauergottesdienst für den Sänger beginnt am Freitag, 16. März, um 12.30 Uhr in der Martin-Luther-Kirche in Fissau.

ben

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