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Treppenruine: Antworten bleiben aus

Eutin Treppenruine: Antworten bleiben aus

17000 Einwohner hat Eutin. 72 von ihnen kamen am Mittwoch zur Einwohnerversammlung in die Historische Reithalle. Von Bürgervorsteher Dieter Holst (CDU) ermuntert, stellten die Bürger kritische Fragen. Immer wieder im Fokus: die Finanzen und der Umgang damit.

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Zur Landesgartenschau sollte die Treppe als Verbindung von Peterstraße und Mühlenberg fertig sein. Getan hat sich immer noch nichts.

Eutin. Voraus schickte der Bürgervorsteher allerdings sein Bedauern über vielfach geäußertes „Misstrauen gegenüber der Stadt und ihren Politikern“. Holst: „Die Stadtvertreter haben es nicht verdient, diffamiert zu werden. Wer jemanden persönlich angreift, muss sich die Frage gefallen lassen: Was tust du denn für die Allgemeinheit?“

LN-Bild

17000 Einwohner hat Eutin. 72 von ihnen kamen am Mittwoch zur Einwohnerversammlung in die Historische Reithalle. Von Bürgervorsteher Dieter Holst (CDU) ermuntert, stellten die Bürger kritische Fragen. Immer wieder im Fokus: die Finanzen und der Umgang damit.

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5,1 Millionen Euro soll die Sanierung der Historischen Reithalle, so der Arbeitstitel für die bisherigen Schlossterrassen, kosten. Baubeginn wird im Frühjahr 2018 sein.

In dasselbe Horn stieß nach einem Parforceritt durch die von ihm immer gern als „Multiprojektlage“ bezeichnete Vielzahl Eutiner Bau- und Sanierungsvorhaben Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos). „2018 stehen Kommunalwahlen an. Lassen Sie sich aufstellen“, forderte er die Bürger auf.

Der aktuelle Schuldenstand Eutins belaufe sich auf 44 Millionen Euro, gab der Bürgermeister Auskunft. Der Schuldenabbau sei politische Entscheidung. Derzeit sprudelten die Einnahmen. Wenn die Stadt Kredite aufnehme, finanziere sie die über die Lebensdauer der jeweiligen Objekte. „Noch sind die Zinsen günstig. Wenn sie steigen, wird auch die Last für die Stadt wachsen“, räumte Behnk ein.

Ein Projekt, mit dem Eutin sich seit zwei Jahren herumschlägt, ist die Treppe, die Peterstraße und Mühlenberg verbinden soll. „Wann wird sie fertig? Was wird sie kosten? Sehen Sie noch Notwendigkeit dafür?“ fragte Johannes Nielsen. „Das ist ein Stachel im Fleisch“, gab Dieter Holst zu. „Die Treppe muss gebaut werden, um nicht Fördergelder zurückzahlen zu müssen. Aber wir wissen nicht, wie wir sie realisieren sollen.“ Auf Nachfrage erklärte Stadtsprecherin Kerstin Stein-Schmidt, der Bau der Anlage (zuletzt genannte Kosten 154000 Euro) werde demnächst im Bauausschuss noch einmal beraten. Zurzeit könnten keine verbindlichen Aussagen getroffen werden.

Auf Beschluss der Versammlung werden mehrere Themen demnächst in der Stadtvertretung behandelt. So wird dort auf Drängen von Malte Tech (FWE) erneut über eine neue Schule, eine Dreifeldhalle und einen Sportplatz am Kleinen See beraten.Thilo Hegenberg (Grüne) ließ Beratungen über Klimaschutz und Energiewende sowie über ein aktualisiertes Berichtswesen auf die Tagesordnung heben. Auch mit der Situation am Ersatz-Zob und den Beschwernissen der Bewohner des Gorch-Fock-Wegs aufgrund einer Baustelle sollen sich die Stadtvertreter befassen.

Dafür, dass die Stadt für ein geschärftes Profil (Markenbildung) bis zu 100000 Euro ausgeben will, setzte es mehrfach Schelte. Peter Gsellmann beklagte einen „unseriösen Umgang mit Geld“. Peter Eigenmann fragte: „Was erwarten Sie denn da als Gegenleistung?“ Es handele sich dabei noch um einen Auftrag aus dem Isek (Integriertes Stadtentwicklungskonzept), so der Bürgermeister.

Dabei sollten die Stärken Eutins herausgearbeitet werden. Ein Ärgernis und eine finanzielle Bürde stellen für Manfred Berger die Ausbaubeiträge dar. „Jahrzehntelang lässt die Stadt Straßen verkommen, dann will sie Geld für die Sanierung. Das ist unsozial.“ Finn Pitzner erwartet noch schriftliche Aussagen, wie die Stadt dem Rückgang der Umsätze im Einzelhandel begegnen will.

Ulrike Benthien

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