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Ostholstein Trinkkurhalle: Gastronomie wird kleiner
Lokales Ostholstein Trinkkurhalle: Gastronomie wird kleiner
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21:18 09.11.2017
Außengastronomie im Innenhof, ein „Aussichtsdeck“ auf der Düne und eine Beach-Lounge: So sieht der aktuelle Plan aus. SKIZZE: PLANUNGSBÜRO OSTHOLSTEIN

Keine Terrasse an der Promenade, kein Holzdeck an der Glaswand zwischen Wandelhalle und Musikmuschel, Verkleinerung der Beach-Lounge von 250 auf 150 Quadratmeter, Abbau der Dünenterrasse und der Beach- Lounge am Saisonende: Das sind die Einschränkungen, die die Behörden des Kreises Ostholstein der Gemeinde bei ihren Plänen zur Trinkkurhalle machen. „Denkmalschutz und Naturschutz hatten diverse Bedenken“, berichtet Andreas Nagel vom Planungsbüro Ostholstein im Timmendorfer Tourismusausschuss.

Auf gar keinen Fall soll es eine Terrasse vor dem denkmalgeschützten Gebäude an der Promenadenseite geben, ebenso wenig eine Terrasse an der Südost-Seite. Nicht genehmigt wird zudem ein ganzjähriges „Aussichtsdeck“ in Form einer aufgeständerten, 240 Quadratmeter großen Holzterrasse auf der Düne nahe der Trinkkurhalle, auf der ebenfalls Gastronomie geboten wird. Dieses Bauwerk und die Beach-Lounge dürfen nur von Mitte April bis Mitte Oktober stehen – unter anderem, „damit die Düne in den Wintermonaten atmen kann“, erläutert Nagel.

Andere Umbauten sind aber auch erlaubt, etwa Außengastronomie im Innenhof vor dem Musikpavillon. „Der Hof wird mit Holz befestigt, aber nicht versiegelt, so dass die Kiefern nicht beeinträchtigt werden“, erklärt der Planer. Auf den Strand kann eine Bar gestellt werden, um die Gäste auf dem „Aussichtsdeck“ und in der Beach-Lounge zu versorgen. Gastronomie ist auch für die Wandelhalle und die Rotunde vorgesehen. Dort hat allerdings die Galerie von Anja Es ihren Sitz – und zu Beginn der Planungen war nur von einer gastronomischen Nutzung der Wandelhalle die Rede. Über die Ausweitung auf die Rotunde zeigt sich die Galeristin enttäuscht. „Ich bin außerdem verwundert darüber, mit welcher Tatkraft Umbauten geplant werden, obwohl keine Genehmigungen vorliegen“, sagt sie. Gastronomie in der Rotunde würde das Aus für ihre Galerie an diesem Standort bedeuten. „Eine neue Location zu finden, wird sehr schwer. Wo soll ich hin?“, fragt sie.

„In der Trinkkurhalle soll es weiterhin auch Kunst und Kultur geben“, sagt dazu Kai Ingo Menke-zum Felde (CDU), der Vorsitzende des Tourismus-Ausschusses. Er wolle beispielsweise ein Kulturcafé in der Rotunde „nicht ausschließen“. Für die Galerie gebe es jedoch kurze Kündigungsfristen, der Vertrag werde unter Umständen nicht neu verlängert. Soll die Gastronomie schon in der kommenden Saison an den Start gehen, drängt die Zeit – der B-Plan müsste dann im März 2018 über die Bühne gehen. „Das wird eng“, sagt Andreas Nagel.

Die gesamte Überplanung des Strandparks ist wegen der hohen Kosten zurückgestellt worden. Kleinere Veränderungen soll es aber im Jahr 2018 geben: Am südlichen Ende, in Höhe des Eiscafés, werden die Terrassenfläche erweitert und ein Spielplatz für 125000 Euro gebaut. Am nördlichen Ende, nahe des Maritim-Seehotels, soll ebenfalls mehr Terrassenareal zum Verweilen geboten werden.

Strandkurkarten: 130000 Euro weniger als 2016

Das Regen-Jahr 2017 hat sich verheerend auf die Einnahmen aus dem Strandkurkarten-Verkauf ausgewirkt: Das zeigt die Jahresabrechnung des Kurbetriebes Timmendorfer Strand. Demnach sind über die Gebühren für die reine Strandnutzung in diesem Jahr in Timmendorf und Niendorf insgesamt 296000 Euro eingenommen worden. Im Vorjahr waren es über 130000 Euro mehr, nämlich 431000 Euro, und 2015 lag diese Zahl bei 363000 Euro.

Sabine Latzel

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