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Ostholstein Trübsal statt Badespaß im Freien
Lokales Ostholstein Trübsal statt Badespaß im Freien
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20:36 23.08.2017
Michael Ackermann, Meister für Bäderbetriebe, kontrolliert mal wieder die Wassertemperatur. Viel los ist sonst nicht im Lensahner Becken. Quelle: Fotos: Billhardt

Durchwachsenes, unbeständiges Wetter, kaum mal eine Woche mit durchweg 25 Grad Temperatur. Dadurch leiden die Freibäder wie das Waldschwimmbad Lensahn unter Besucherschwund, in Hallenbädern wie der Grömitzer Welle stehen sie dagegen zum Teil Schlange.

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Unbeständiger Sommer: Flaute im Freibad – Vermehrter Zulauf bei den Hallenbädern.

„Wenn das Wetter bis zum Ende der Saison so bleibt, werden es fast ein Drittel weniger Gäste als üblich sein“, sagt Lensahns Schwimmmeister Michael Ackermann. Er ist seit 2002 dort tätig und nach seiner Erinnerung sei es der schlechteste Sommer bisher.

Bürgermeister Klaus Winter (CDU) kann die Eindrücke mit Zahlen festigen. „Wir haben sonst bis Mitte September etwa 30000 Besucher pro Jahr, bis jetzt kamen rund 18500. Der einsame Spitzentageswert lag bei 774 Gästen, in den Vorjahren waren auch schon mal über 1000 im Freibad.“

Der Besucherrückgang schlage sich auch in der Kasse nieder, so Winter. Aber er habe vorsichtig auf der Einnahmeseite im Haushaltsplan kalkuliert, so dass das Defizit vielleicht nicht zu deutlich über die jährlichen 150000 Euro ansteigen werde. „Aber als Erholungsort wollen wir so eine Einrichtung wie das Waldschwimmbad vorhalten, allein um den Menschen etwas zu bieten“, betont der Bürgermeister.

Im kombinierten Hallen-Freibad von Kellenhusen macht sich die gemischte Wetterlage in diesem Sommer eher positiv bemerkbar. „Wir haben etwa 20 Prozent mehr Eintritte in den vergangenen Monaten als im Vorjahr festgestellt und reichen insgesamt schon jetzt fast an die Jahresbesucherzahl von 2016 heran“, erläutert Touristikleiter Thorsten Brandt. Auch seien extrem viele Anmeldungen zu den Kursangeboten zu verzeichnen. „Es war also richtig was los, es gab drinnen aber auch draußen ganz viele Köpfe zu sehen“, betont Brandt.

Auch in der Welle in Grömitz war der Andrang vor allem im Juli riesig groß. „Wir hatten 5000 Gäste mehr in dem Monat als im Jahr davor, insgesamt kamen im Juli 26500 Besucher. An manchen Tagen war deshalb auch die Einlasszeit recht lang“, erläutert Lars Widder, Betriebsleiter des Tourismus- Service Grömitz. Dies sei ein starkes Zeichen , dass das Angebot der Welle bei dem unbeständigen Sommerwetter gerne angenommen werde. Die Jahresgesamtzahlen lägen bis zum jetzigen Zeitpunkt auch schon 7,7 Prozent über denen von 2016.

Im Waldschwimmbad Lensahn gab es für Michael Ackermann dagegen schon einigen Leerlauf und manchmal Langeweile. „Doch du kannst dich dann nicht mit etwas Anderem beschäftigen, denn es ist egal ob zwei oder 100 Badegäste im Wasser sind, du musst am Beckenrand sein und deine Arbeit als Schwimmmeister machen.“

Markus Billhardt

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