Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 11 ° Regenschauer

Navigation:
Tschaikowskis „Schwanensee“ groovt am Fehmarnbelt

Fehmarn Tschaikowskis „Schwanensee“ groovt am Fehmarnbelt

Das SHMF ist im zweiten Jahr zu Gast auf Fehmarn. Zum Auftakt hieß es in der Scheune „Unverfroren!“.

Voriger Artikel
Bauer Krebs vermarktet seine Milch selbst
Nächster Artikel
Timmendorfer Strand feiert „Sommerfest der Kulturen“

Nach dem Kraftakt erwartungsfroh: Antje Borgwardt (l.) und Gisela Stolz vom SHMF-Beirat mit Gastgeber Reinhard Beyer.

Johannisberg a. F. Getanzt wird unterm Reetdach dann doch nicht. Obwohl – die Offerte der beiden schmunzelnden Violinisten Christoph König und Maurice Maurer klingt verlockend. Prompt erklingt der berühmte „Schwanensee“ auf der rustikalen Bühne als musikalisches Doppelpaket. Mal als (fast) klassisches Ballettstück, dann wieder mit (fast) eingängigen, discotauglichen Anleihen. Tschaikowski groovt am Fehmarnbelt. Und beim SHMF tobt die Scheune. Denn die Crossover-Formation „Uwaga!“ sprengt leichtfüßig alle musikalischen Grenzen.

LN-Bild

Das SHMF ist im zweiten Jahr zu Gast auf Fehmarn. Zum Auftakt hieß es in der Scheune „Unverfroren!“.

Zur Bildergalerie

Sonntagabend im Inselnorden. Nach der enthusiastischen Vorjahres-Premiere mit dem Trio „Bidla Buh“ ist die halbe Insel wieder in heller Aufregung, aber auch ein paar Festländer sind dabei. Manche sind mit dem Fahrrad unterwegs. Draußen werden die Parkplätze rar, weil die Felder drumherum witterungsbedingt noch nicht abgeerntet sind. Wer tagsüber beim Aufbau noch mit den Launen der Natur gehadert hat, darf jetzt jubeln: Wenigstens am Festivalabend bleibt es trocken. Ein Hauch von Sommer kehrt zurück.

Seit Monaten ist die Beyer- Scheune auf Johannisberg ausverkauft. „Sie könnte gerne noch größer sein, aber der Charme des Hauses und die Umgebung sind schon einmalig für Fehmarn“, schwärmt Antje Borgwardt vom SHMF-Beirat. Alle sind froh, dass der Festivalstart im Sommer 2015, auf den die Insel 30 Jahre warten musste, keine Eintagsfliege bleibt.

Und dann erobert „Uwaga!“ die Bühne. Drei deutsche Musiker und ein serbischer Akkordeon-Spieler aus dem Ruhrpott, die sich einen polnischen Namen zugelegt haben. Übersetzt heißt er „Achtung“ oder auch provokanter formuliert „Vorsicht“. Klingt auf jeden Fall besser als die naheliegende Alternative „Bezirks-Zupforchester Castrop-Rauxel“, so der abermals schmunzelnde Christoph König.

Urplötzlich rütteln sie die Klassiker mächtig und „Unverfroren“, so auch das Motto des Abends, durcheinander. Ob ein feuriger Mozart zum Auftakt oder eine Jazz-Ballade frei nach Mahler, dazu Eigenkompositionen, die mit klassischen Vorgaben von Bach oder Elgar verwoben werden. Unverkrampft, folkloristisch, poppig. Die Violinen mutieren zum Percussion-Instrument, später auch Matthias Hackers Kontrabass. Miroslav Nisic entlockt seinem Akkordeon ein wahres serbisches Feuerwerk – und klingt urplötzlich fast wie der legendäre belgische Mundharmonikaspieler „Toots“ Thielemans.

Das ist „Crossover“ pur. Ursprünglich klassisch ausgebildete Musiker, die ihre eigenen Wege gegangen sind, die ganze Spannbreite von Volksmusik bis zu Jazz, Funk und Soul. „Jeder bringt Bausteine mit“, erklärt Christoph König das Prinzip. Und bekennt im Nachsatz: „Die Klassik hat uns wie ein Strudel wieder erfasst.“

Manches wirkt populär, selbst der Swing lässt grüßen, auch die Moderation kommt launig daher. Klassik ohne Hürden und Grenzen. Dann wieder schlagen freie Jazztöne durch. Auf leichte Kost folgen experimentelle Klänge. „Kein Weltuntergang“ heißt eines dieser eher sperrigen Stücke. Am Ende gibt es starken Beifall – für die Musiker wie für die Gastgeber. Opielka: „Die ganze Familie Beyer hat mit viel Herzblut dieses begeisternde Konzert erst möglich gemacht.“

Nächstes SHMF-Konzert

Drei Streichquartette von Joseph Haydn sind am Sonntag, 14. August, zu hören. Sie erklingen ab 19 Uhr in der St.-Nikolai-Kirche in Burg.

Das „Auryn Quartett“ tritt mit seinem Abendprogramm unter dem Titel „Haydn-Quartette“ auf. Die vier Musiker waren bereits 1986 im Gründungsjahr des SHMF unter anderem mit einem Haydn-Quartett dabei und spielen jetzt – 30 Jahre später – im Jubiläumsjahr in der gleichen Besetzung wie damals sogar Haydn „pur“.

Karten für dieses Konzert gibt es noch zum Preis zwischen zehn und 39 Euro.

Gerd-J. Schwennsen

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostholstein
Reporter vor Ort

In einer fortlaufenden Galerie zeigen wir Ihnen jeden Tag die wichtigsten Bilder aus Lübeck und den umliegenden Kreisen. An dieser Stelle finden Sie die Galerie für den Oktober 2017.

Am Sonntag, 5. November, sind Bürgermeister-Wahlen in Lübeck. Gehen Sie hin und geben Ihre Stimme ab?

  • Hochzeitszauber
    Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwochen, Catering - hier finden Sie Informationen und kompetente Ansprechpartner in und um Lübeck für Ihre Traumhochzeit.

    Tipps und Tricks zum Planen und Organisieren Ihrer Hochzeit. Ob Location, Dekoration, Trauringe, Flitterwochen, Catering - hier finden Sie Informat... mehr

  • Reisetipps
    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber.

    In unserem Reiseportal finden Sie viele Tipps & Tricks für Reisende und Urlauber. mehr

  • Events & Veranstaltungen
    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe.

    Was? Wann? Wo? Hier finden Sie die Veranstaltungen und Events in Ihrer Nähe. mehr

  • Lifestyle

    Unser Lifestyle-Portal mit nützlichen News und Tipps: Informieren Sie sich über Mode, Beauty und aktuelle Trends. Mehr Schwung, mehr Spaß... mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Ausstellungen, Theater, Konzerte und mehr in Lübeck und Umgebung.

Windkraft

Eine interaktive Karte mit allen Windkraftanlagen in Ostholstein.

Beltquerung

Politik und Bahn planen die Hinterlandanbindung zur Beltquerung. Alle Infos hier.

EHC Timmendorf

Lesen Sie alles über Timmendorfs Eishockey-Mannschaft.

VfL Bad Schwartau

Hier gibt's alle aktuellen Infos zum VfL Bad Schwartau.