Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Tunnel soll Menschen in Göhl schützen
Lokales Ostholstein Tunnel soll Menschen in Göhl schützen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:17 23.12.2015

Der Arbeitskreis Bahn Ostholstein (AKBO) begrüßt den jüngsten Antrag von CDU und SPD im Deutschen Bundestag zu mehr Lärmschutz im Güterverkehr bei Offenburg — dort soll eine Trasse im Tunnel verlaufen. Der AKBO sieht darin eine große Chance für Ostholstein und fordert, dass diese Regelung auch bei der zukünftigen Hinterlandanbindung angewandt wird.

Der Arbeitskreis setzt sich bereits seit 2012 für eine Modellregion für innovativen und modernen Lärmschutz ein. Unterstützung hierfür gab es bislang durch den Abgeordneten Ingo Gädechens (CDU).

Dieser hatte immer wieder den Arbeitskreis und die Vertreter der betroffenen Kommunen zu Gesprächen eingeladen und die Forderung auch in die Arbeitsgruppe Verkehr der CDU/CSU Bundestagsfraktion getragen. „Wir sind sehr froh darüber, dass sich unsere Kernforderung nun in einem gemeinsamen Antrag von CDU und SPD im Bundestag wiederfindet“, sagt AKBO-Sprecher Jens Junkersdorf. „Dies ist ein wichtiges Zeichen für die betroffenen Bürger in Sachen Lärmschutz entlang der zukünftigen Bahntrasse in Ostholstein.“ Ebenso wie in Nordrhein- Westfalen sei auch die Landesregierung Schleswig-Holsteins aufgefordert, Zusatzgelder für Lärmschutz zu fordern. „Damit käme auch der Staatssekretär Dr. Nägele seinen kürzlich geäußerten Versprechungen nach“, so Junkersdorf weiter.

Zuletzt hatte der Arbeitskreis für die Lärmschutzforderung die Unterschriften der Bürgermeister entlang der zukünftigen Gütertrasse im Kreis Ostholstein gesammelt. Auch Landrat Reinhard Sager und der Kreisseniorenbeirat unterstützen die Forderung. „Damit stehen die Vertreter von 100000 Ostholsteinern hinter unseren Forderungen“, bewertet Junkersdorf die Unterschriften. Jetzt müsse man die einzelnen Betroffenheiten im Kreis zwingend neu beleuchten.

Dazu gehöre auch, neue Forderungen nach Vertrogung oder gekröpften Lärmschutzwänden einzubringen, wo bislang nur einfacher Lärmschutz geplant sei, so Junkersdorf.

Im Bereich Oldenburg kann sich der Arbeitskreis dies besonders für Göhl vorstellen. „Dort wo die Menschen die Trasse unmittelbar vor die Haustür gebaut bekommen, muss die Trasse in den Tunnel“, zeigt Junkersdorf auf und verweist auf Vergleichstrassen in den Niederlanden. Hier seien auch in dünn besiedelten Streckenabschnitten Gleise kilometerweit oberirdisch vertunnelt gebaut worden, sowohl aus Lärmschutzgründen als aus Gründen des Landschaftsbildes.

Die Planungen rund um Offenburg zeigen nun, dass man auch in Deutschland endlich bereit ist, neue Wege im Lärmschutz bei Güterverkehrstrassen zu gehen. „Die Politik in Ostholstein und der Arbeitskreis Bahn Ostholstein gehen einen gemeinsamen Forderungsweg. Dies geschieht zum Wohl der Bürger im Kreis“, sagt Junkersdorf und bedankt sich bei den beiden Abgeordneten Ingo Gädechens und Bettina Hagedorn (SPD) für ihren Einsatz in den politischen Gremien.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Omar M. (42) ist mit seiner Familie aus Syrien geflohen, um seinen fünf Kindern die Chance auf ein gutes Leben zu geben — Der jüngste Sohn kam im Dezember in Eutin zur Welt — Er soll keinen Krieg kennenlernen.

23.12.2015

Einzigartige Instrumentenkombination erklingt beim Neujahrskonzert in der Feldsteinkirche.

23.12.2015

Um das alte Jahr zu verabschieden, lädt die Bundesfreiwilligendienstleistende der Evangelischen Jugend in der Holsteinischen Schweiz, Sabina Nuhn, zu einem Koch-Abend ...

23.12.2015
Anzeige