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Ostholstein Tunnelplaner gehen auf Forderungskatalog ein
Lokales Ostholstein Tunnelplaner gehen auf Forderungskatalog ein
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21:16 14.11.2017
„Es besteht jetzt für die Stadtvertreter ausreichend Zeit, den Entwurf zu beraten." Jürgen Zuch, Regionalmanager Fehmarn
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Burg a. F

Das Arbeitstreffen der Stadtvertretung mit Vertretern von Femern A/S hinter verschlossenen Türen ließ vorab überregional aufhorchen. Schließlich gilt weiter ein Stadtvertreterbeschluss vom September 2005, in dem die geplante feste Beltquerung abgelehnt wird.

Damals wurde von den Dänen noch der Bau einer Beltbrücke favorisiert. In der Folgezeit hat die Stadtvertretung einen Forderungskatalog gegenüber Berlin, Kopenhagen und Kiel erstellt – und wiederholt überarbeitet. Genau der stand im „Senator-Thomsen-Haus“ im Mittelpunkt der mehrstündigen Gespräche.

Das „Memorandum of Understanding“ ist eine Absichtserklärung für eine künftige Zusammenarbeit. Konkret geht es zum Beispiel um die Kostenbeteiligungen durch Femern A/S bei Aufweitungen von Anschluss-Straßen im Bereich der künftigen Querung. Als weitere Eckpfeiler nannte Regionalmanager Jürgen Zuch gestern die finanzielle Unterstützung zur Ertüchtigung des Marienleuchter Weges sowie die Nachnutzung des temporären Arbeitshafens in Puttgarden und seiner Zuwegung.

Außerdem ist der Einsatz eines Verkehrs- und eines Tourismuskoordinators durch Femern A/S vorgesehen. Ziel ist eine möglichst reibungslose Kommunikation zwischen der Stadt und den am Bau beteiligten Firmen.

Dies soll auch für die Abstimmung der Vorhabenträger der Hinterlandplanungen (Ausbau B 207, Schienenneubau, Unterhaltung Fehmarnsundbrücke und Erstellung einer neuen Sundquerung) gelten. Zuch: „Die verbindlichen Einzelvereinbarungen sind entsprechend später zu schließen.“

Bürgermeister Jörg Weber (SPD) wertete das Treffen als „positiven Schritt der erforderlichen künftigen Abstimmung und Zusammenarbeit“. 16 der 23 Stadtvertreter nahmen teil, alle Fraktionen – CDU, FWV, SPD, WUW und Grüne – waren vertreten und konnten Fragen an Femern A/S stellen.

Zuch: „Es bleibt jetzt ausreichend Zeit, bis zur kommenden Sitzung der Stadtvertretung den Entwurf der Erklärung in den Fraktionen zu beraten.“ Treffen mit den Vorhabenträgern seien in der Regel zunächst nicht-öffentlich. „Als Bauherr und späterer Betreiber des Fehmarnbelt-Tunnels ist Femern A/S an einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit der Stadt Fehmarn interessiert. Wir sind zuversichtlich, die konstruktiven Gespräche mit der Stadt Fehmarn fortsetzen und weiter konkretisieren zu können“, kommentierte Projektdirektor Claus Dynesen das Treffen.

 Von Gerd-J. Schwennsen

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