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Übung: Feuer und Verletzte in zwei Eutiner Abbruchhäusern

Eutin Übung: Feuer und Verletzte in zwei Eutiner Abbruchhäusern

Anspruchsvolles Planspiel der Gemeindewehr zeigte Schwachstellen auf.

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Die gut ausgebildeten Atemschutzträger mussten in der Elisabethstraße gleich in zwei Häusern löschen.

Eutin. Als am Freitag um 18.26 Uhr der Alarm ausgelöst wurde, wussten viele der Feuerwehrleute in Eutin nicht, dass eine der bislang härtesten Großübungen auf sie wartete.

LN-Bild

Anspruchsvolles Planspiel der Gemeindewehr zeigte Schwachstellen auf.

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„Hier können sie einmal in echt den Ernstfall üben.“ Hauseigentümer Finn Pitzner

Sie dachten zunächst an den Ernstfall und fuhren zum Einsatzort in die Elisabethstraße. In den Abrisshäuser 66 und 68, so erfuhren sie dort, brennt es. Vier Menschen wurden vermisst, unter ihnen ein Herzkranker.

Unter der Einsatzleitung von Gemeindewehrführer Heino Kreutzfeldt waren die drei Wehren aus der Stadt sowie aus Fissau-Sibbersdorf und Neudorf alarmiert worden. Zusammen stellen sich dort 130 Männer und Frauen in den Dienst der guten Sache. „Wenn jetzt in der Urlaubszeit 90 von ihnen zum Einsatz kommen, bin ich zufrieden“, hatte Kreutzfeldt vorher überlegt. Gezählt wurden am Ende der zweistündigen Übung schließlich 67 Freiwillige sowie die beiden Rettungskräfte von der Johanniter Unfallhilfe (JUH). „Das ist auf alle Fälle zu wenig“, bilanzierte Kreutzfeldt.

Die beiden Häusern sollen am Dienstag tatsächlich abgerissen werden. „Wir werden dort eine Grünfläche anlegen lassen“, kündigte Grundstückseigentümer Finn Pitzner an. In den bereits entkernten Gemäuern mussten die Feuerwehrleute keine Rücksicht auf irgendwelche Sachwerte nehmen. Alles durfte zerstört werden.

„Hier können sie einmal in echt den Ernstfall üben“, befand denn auch Pitzner. Er hatte einige Hindernisse in die Übung eingebaut und beispielsweise eine schwere Stahltür besonders verriegelt. Die unter Atemschutz arbeitenden Feuerwehrleute hatten zunächst große Schwierigkeiten, sie zu öffnen. Erst eine eilig herbeigeholte Flex half weiter. Zur Übung nachalarmiert wurde später die Drehleiter aus Malente. Gegen 20.30 Uhr boten beide Leitern den zahlreichen Zuschauern ein imposantes Bild. Eine Zusammenarbeit zwischen beiden Drehleiter-Besatzungen hatte es zuletzt vor zehn Jahren beim Brand des Voss-Hauses in Eutin gegeben.

So ganz realistisch wurde der Ernstfall aber doch nicht simuliert. „Wir haben ein Haus nach dem anderen abgearbeitet“, so Kreutzfeldt. Hätte es tatsächlich gebrannt und wären wirklich Menschen in Gefahr gewesen, wären beispielsweise auch Nachbarwehren aus Süsel herbeigerufen worden. „In der Ferienzeit können wir das für eine Übung aber nicht machen“, erläuterte der Einsatzleiter. Erkenntnisse wurden auch so genügend gesammelt. Sie sollen beim nächsten Dienstabend besprochen werden. Auf alle Fälle, so Kreutzfeldt gestern in einem LN-Gespräch, müssen die Kommunikationswege, besonders die unter Stressbedingungen, besser geübt werden. Außerdem müssten bestimmte Abläufe nachgesteuert und auch über die Führungsstruktur müsse nachgedacht werden. Den Arbeitseinsatz und den Arbeitseifer, mit denen die 67 Feuerwehrleute am Freitag am Werke waren, beschrieb Kreutzfeldt mit nur nur einem Wort: „Super!“

Und auf die ihm eigene Art fasste der Gemeindewehrführer die Aktion von Freitag zusammen: „Übung heißt Übung, weil wir üben. Wenn wir’s könnten, wäre es ja eine Könnung.“ Für alle Aktiven gab es gegen 21 Uhr noch eine „Übung hinter dem Rolltor“. Dort hatte die Familie Pitzner Bockwürste mit Brot sowie Getränke bereit gestellt.

Christina Düvell-Veen

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