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Ostholstein Umjubeltes Oratorium „Paulus“ beendet Burger Festwoche
Lokales Ostholstein Umjubeltes Oratorium „Paulus“ beendet Burger Festwoche
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21:18 09.09.2013
Großes Konzertereignis in der Burger St.-Nikolai-Kirche: Hier dirigiert Andreas Maurer-Büntjen (Segeberg) Chor und Orchester. Quelle: Foto: Schwennsen

Glanzvoller Abschluss einer großen Festwoche: Annähernd 170 Sänger und Musiker setzten am Wochenende in Bad Segeberg und tags darauf in Burg mit einer furiosen Doppel-Aufführung von Felix Mendelssohn Bartholdys „Paulus“ starke kirchenmusikalische Akzente. Das Oratorium erlebte auf Fehmarn am Sonntagabend eine am Ende minutenlang umjubelte Premiere.

Es war ein — mitsamt kleiner Pause, in der die Dirigenten Andreas Maurer-Büntjen (Bad Segeberg) und Johannes Schlage (Burg a. F.) wechselten — rund zweieinhalbstündiges Kulturereignis. Und eine riesige Herausforderung für die beiden Laienchöre, der sie sich mit enormem Engagement gestellt haben. Mit beachtlichem Erfolg und großer emotionaler Begeisterung. Ein Hörgenuss der besonderen Art.

Sehr professionell sangen die beiden Chöre das Oratorium, bei dem Mendelssohn abwechselnd Fugen und Choräle verwendet und musikalische Vertiefung mit kirchlicher Bedeutung verbindet. Ganz besonders beeindruckend: „Steinigt ihn!“ Der große Chor als wütendes Volk, das verlangt, die Gotteslästerer zu steinigen. Gesang, Musik und Kirchenakustik ließen die Zuhörer das Einprasseln der Steine spüren.

Ein gewaltiger homogener Gesamtklang, Kirche und Körper vibrierten bis in die Fingerspitzen.

Starke Akzente setzten zudem das Segeberger Sinfonieorchester sowie die Solisten Ilse-Christien Otto (Sopran), Theresa Fauser (Alt) und David Fankhauser (Tenor). Eine Entdeckung war Felix Speer (Bass), der in Burg kurzfristig für der erkrankten Benno Schöning einsprang — und mit seiner voluminösen Stimme mitunter Kirche wie Zuhörer allein erschaudern ließ.

Das Konzert war ein würdiges Finale für die 775-Jahr-Feier der ausverkauften St.-Nikolai-Kirche und das 75-jährige Bestehen des Segeberger Bach-Chores. Und ein Glücksgriff: Die Chorleiter kennen sich seit 1985, beide kommen aus Mannheim, der Jüngere hat einst bei Schlage seine erste kleine Kirchenmusikerprüfung abgelegt. Danach haben sie sich für Jahre aus den Augen verloren — bis zu diesem gemeinsamen Projekt.

sd/gjs

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