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Ostholstein Umweltverein betreut Naturschutzgebiet
Lokales Ostholstein Umweltverein betreut Naturschutzgebiet
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22:10 20.12.2017
Eutin/Flintbek

„Wir freuen uns, dass dieses naturschutzfachlich wertvolle Gebiet durch erfahrene Naturschützer erhalten und fortentwickelt wird“ sagte Dr. Thomas Holzhüter vom LLUR bei der Vertragsübergabe. Der Umweltschutzverein Sereetz hatte sich bereits Mitte der 1990er Jahre für den Schutz des Sielbektals eingesetzt und die extensiven Weidelandschaften dort etabliert. Der zunächst bis Ende 2020 geltende Betreuungsvertrag, der im Kreishaus in Eutin unterzeichnet wurde, kann nach Angaben des LLUR jeweils um weitere sechs Jahre verlängert werden.

Das 209 Hektar große und im Jahr 2015 ausgewiesene Naturschutzgebiet liegt in der Gemeinde Ratekau, die sich gemeinsam mit dem Umweltschutzverein Sereetz für die Unterschutzstellung eingesetzt hat.

Es ist im Nordwesten und Nordosten geprägt durch die beiden historischen Waldstandorte Hohelied und Beutz. Zwischen den Wäldern erstreckt sich das weite, beinahe vollständig extensiv beweidete Sielbektal mit Feucht- bis Nasswiesen, Sümpfen, Übergangsmooren, Erlen und Weidenbrüchen. Der südliche Teil des Sielbektals ist im Zentrum durch die Katthorstwiese, ein Komplex aus Nasswiese und Übergangsmoor, größere Teiche und diese Bereiche umgebende mehr oder weniger magere Grünlandflächen geprägt.

Zu den künftigen Aufgaben bei der Betreuung gehört es – neben der Dokumentation der Entwicklung im Gebiet und der Information der Öffentlichkeit –, den Naturschutzbehörden notwendige Maßnahmen vorzuschlagen. Über die geleistete Arbeit wird dem LLUR jährlich Bericht erstattet. Die Betreuung von Naturschutzgebieten hat bereits eine lange Tradition in Schleswig-Holstein. Seit 2009 überträgt das LLUR die Betreuung auch für Gebiete, die Bestandteil des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 sind. Insgesamt werden jetzt 162 Naturschutzgebiete, 48 Natura-2000-Teilgebiete und der Nationalpark „Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer“ von 42 Naturschutzvereinen, fünf Einzelpersonen, den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten und der öffentlichen Hand (Kreise, Städte, Gemeinden) sowie der Integrierten Station Eider-Treene-Sorge und Westküste des LLUR betreut.

LN

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