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Ostholstein Umzug der Jazz-Baltica: Gemischte Reaktionen
Lokales Ostholstein Umzug der Jazz-Baltica: Gemischte Reaktionen
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21:12 27.06.2017
Die Evers-Werft am Niendorfer Hafen war sechs Jahre lang Spielort der Jazz-Baltica. Quelle: Foto: Latz
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Niendorf

Die einen sind enttäuscht, die anderen zuversichtlich: Der Umzug des Musik-Festivals Jazz-Baltica von Niendorf nach Timmendorf wird unterschiedlich bewertet. „Wir freuen uns auf den neuen Standort“, sagt Bettina Brinker vom Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF). Auch der Timmendorfer Tourismuschef Joachim Nitz ist optimistisch. „Die Jazz-Baltica wird etwas Besonderes bleiben“, ist er überzeugt.

Vor einigen Tagen hatte der Festival-Leiter Nils Landgren bekanntgegeben, dass die Niendorfer Evers-Werft, Standort seit 2012, nicht mehr zur Verfügung steht. „Wir wollen uns wieder voll auf den Yacht-Service konzentrieren“, sagt die Werft- Chefin Monika Hake-Evers. „Es waren sechs tolle Jahre mit der Jazz-Baltica, aber aus betrieblichen Gründen können wir das nicht mehr leisten.“ Sie weist Gerüchte, nach denen die Halle abgerissen werden solle, klar zurück: „Bei uns soll alles so bleiben, wie es ist.“

Das Festival soll künftig in Timmendorf rund um den Strandpark stattfinden – also im Saal des Maritim-Seehotels, in der Trinkkurhalle und im Park selbst. Einige Niendorfer sind vom Wechsel wenig angetan. Jazz-Baltica-Gast Manfred von Dombrowski zeigt sich traurig: „Gerade die Werft und der Hafen machen doch die besondere Atmosphäre aus.“ Auch Axel Ster, Leiter der Bigband des Timmendorfer Ostsee-Gymnasiums, ist erschrocken: „Die Jazz-Baltica in Timmendorfer Strand? Ich weiß nicht, ob es sie dann überhaupt noch lange geben wird.“ Richtig sauer ist Manuela Hauswald aus der Niendorfer Fischer-Familie. „Ich kann nicht verstehen, dass es jetzt aus Niendorf abgezogen wird. Da muss es doch andere Möglichkeiten geben.“

Ein Kapazitätsproblem dürfte sich jedenfalls nicht stellen. In der Evers-Werft fanden 800 bis 1000 Zuhörer Platz, der Maritim-Saal ist für bis zu 950 Personen ausgelegt. „Die Herausforderung ist es, eine zu Anlass und Publikum passende Atmosphäre zu schaffen“, sagt Tourismuschef Nitz. Er ist froh, dass das Festival in der Gemeinde bleibt. „Das ist eine hochwertige Veranstaltung, die gut in unsere Konzeption passt – und ein Großteil der Besucher bucht auch Hotelzimmer.“

latz/jhw

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