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Ostholstein Umzug der Katholiken in Ahrensbök
Lokales Ostholstein Umzug der Katholiken in Ahrensbök
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21:18 29.08.2013
Mit Weihbischof Norbert Werbs (2.v.r) und der Osterkerze zog die katholische Gemeinde durch Ahrensbök.

Abschied und Neuanfang standen am Mittwochabend im Zentrum der katholischen Kirche „Maria Königin“ in Ahrensbök. Dort wurde die letzte Messe gefeiert: Die Kirche wird profanisiert, also entwidmet, die Messen werden künftig in der evangelischen Marienkirche stattfinden.

„Wir sind heute wohl eher auf Nachdenklichkeit und Trauer gestimmt als auf Freude“, erklärte Weihbischof Norbert Werbs, der extra für diese letzte Messe nach Ahrensbök gekommen war. Die Gemeinde solle aber dankbar zur Kenntnis nehmen, „dass wir diese Kirche 58 Jahre lang nutzen durften“, appellierte Werbs an die etwa 30 Teilnehmer des Gottesdienstes, die sich versammelt hatten.

Die 1955 erbaute Kirche „Maria Königin“ müsste dringend saniert werden, dafür fehlt aber das Geld. Zudem ist die Zahl der katholischen Gläubigen in der Gemeinde in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen.

„Das hier ist nicht der Abschluss einer Geschichte, sondern nur das Ende einer Phase, das einen neuen Abschnitt eröffnet“, meinte der Weihbischof. Er verwies auf den künftigen Ort der Messen: „Wir haben schon gastliche Aufnahme gefunden — wir wechseln also nur den Ort. Machen wir uns auf den Weg, lebendige Kirche in Ahrensbök zu sein — auch wenn wir ,nur‘ Gäste sind.“

Nach dem Ende der Messe löschte Pfarrer Jürgen Wätjer eine kleine Kerze in rotem Glas, das „ewige Licht“. Anschließend gingen die Gläubigen von der Lindenstraße hinüber in die Wallrothstraße zur Marienkirche, wobei sie die Osterkerze vor sich her trugen. An der Marienkirche wurden sie von Glockengeläut und Pastorin Kirstin Mewes-Goeze empfangen, die die neuen „Dauergäste“ herzlich begrüßte — auch mit einem kleinen Imbiss am Ende der Veranstaltung.

Ab diesem Wochenende werden in St. Marien immer sonnabends um 17 Uhr die katholischen Messen gefeiert. Das ist quasi eine Rückkehr zu den Ursprüngen, denn St. Marien war einst eine katholische Wallfahrtskirche. Die Zukunft von „Maria Königin“, eine Filialkirche der Pfarrgemeinde St. Marien in Eutin, sieht eher düster aus: Die Sanierung würde 180 000 Euro kosten — vermutlich wird das Gebäude aber abgerissen, wenn sich kein Käufer findet. Die Betreiberfamilie, die bisher den Küsterdienst an „Maria Königin“ übernommen hat, wird in die Nähe der Marienkirche ziehen und sich dort weiterhin um die Vorbereitung der Messen kümmern. latz

LN

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