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Ostholstein Unbekannte ließen Tretboote abtreiben
Lokales Ostholstein Unbekannte ließen Tretboote abtreiben
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20:13 05.08.2017

13 Kinder aus der Gemeinde Ratekau im Alter zwischen acht und 15 Jahren erlebten im Rahmen des Ferienpasses einen fröhlichen Vormittag am Timmendorfer Strand, inklusive Tretbootfahren und SUP. Doch beinahe wäre diese Aktion von Gemeindejugendpflegerin Ines Fellner ins Wasser gefallen.

Katja König, Inhaberin der gleichnamigen Strandkorbvermietung mit Tretbootverleih links neben der Seeschlösschen-Seebrücke, wunderte sich am Montagmorgen, 31. Juli, als sie einen um 4.30 Uhr verpassten Anruf auf ihrem Telefondisplay sah. Gegen 6 Uhr am Morgen wählte sie die angezeigte Nummer, am anderen Ende nahm die Polizei das Gespräch entgegen. Während des Telefonats wurde König mitgeteilt, dass Polizeibeamte ihre vier Tretboote auf der Ostsee treiben sahen.

Mehrere Jugendliche, die von Hotelgästen des Grand-Hotels Seeschlösschen gesehen wurden, haben das Drahtseilschloss, mit dem die vier Tretboote gesichert waren, geknackt und die Boote ins Meer geschoben. „Da fragt man sich, was in solchen Köpfen vorgeht“, sagt Katja König. „Ich war völlig aufgelöst, als ich davon gehört habe, und habe die Wasserschutzpolizei über den Vorfall informiert und um Hilfe gebeten. Wasserschutzpolizei und Polizei sahen aber keinen Handlungsbedarf, da sie davon ausgingen, dass es sich um keinen Personenschaden handelt.“

In ihrer Not – die Tretboote, die inzwischen schon sehr weit abgetrieben waren – haben immerhin einen Gesamtwert zwischen 6000 und 8000 Euro, hat Katja König schließlich um 7.10 Uhr die DLRG informiert und dort Hilfe bekommen. „Ein großes Dankeschön geht an die DLRG, die mit mehreren Booten meine Tretboote zurückgebracht hat“, berichtet König, die der DLRG als Dank eine Spende in Höhe von 50 Euro überreicht hat. Zwei Boote sind bis nach Sierksdorf abgetrieben und eins sogar bis nach Pelzerhaken, ein weiteres trieb noch in Sichtweite vor Scharbeutz. Um 9.15 Uhr waren alle Tretboote wieder an ihrem Strandabschnitt neben der Teehaus-Seebrücke. Bei einem muss allerdings die Finne erneuert werden, die bei dem unfreiwilligen Ausflug abgebrochen war.

Und so konnte die Ferienpass-Aktion der Gemeinde Ratekau dennoch stattfinden, inklusive Tretbootfahren.

rk

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