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Ostholstein Ungebetene Besucher auf der Möweninsel
Lokales Ostholstein Ungebetene Besucher auf der Möweninsel
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18:18 27.06.2016

Aus einer ehemaligen Kolonie von Lachmöwen hat sich eine Kolonie von Sturmmöwen entwickelt. So jedenfalls steht es im Jahresbericht 2016 der Vogelschutzgruppe Eutin-Malente (VSG). Erstellt wurde der nach den jüngsten Kontrollen des Bruterfolges der Vogelarten auf der Möweninsel im Sibbersdorfer See.

Dazu der VSG-Vorsitzende Holger Jürgensen: „Die Ursachen sind nicht immer nachvollziehbar. Es ist nicht klar, ob dieser Wandel störungsbedingt oder eine landesweite Entwicklung binnenländischer Möwenbrutstätten ist.“

Erneut habe es auf der Insel in den vergangenen Wochen nachweislich ungebetenen Besuch gegeben. Dies habe das zur Kontrolle möglicher Eierdiebe aufgestellte Aufzeichnungsgerät angezeigt. Es sei in seiner Ausrichtung gewaltsam verstellt, seine Kabelanschlüsse seien bearbeitet worden, berichtete Jürgensen weiter. Dennoch spricht er von einem „ruhigen Brutgeschäft“.

Neben Grau- und Kanadagans hat auf dem Eiland ein Paar Nilgänse seine Brut begonnen. Ein Paar Weißwangengänse habe leider nur einen Jungvogel groß bekommen. Andererseits hätten die kriminellen Störungen des Brutablaufes auf dem „geschützten Landschaftsteil Möweninsel im Sibbersdorfer See“ der Nachzucht eines Austernfischer-Paares nicht geschadet. Jürgensen: „Die zunächst sich ansiedelnden Flussseeschwalben sind weitergezogen, da die Eutrophierung des Sees eine Sichtjagd nach Kleinfischen seit Jahren nicht zulässt.“ Erst sehr spät im Jahr habe sich der Höckerschwan entschlossen, wieder auf der Insel zu brüten.

Unter den Entenarten zählten die Mitglieder der VSG die Arten Stock-, Tafel-, Schnatter- und Reiherente.

Die VSG betreut die Sibbersdorfer Möweninsel seit 1994 im Auftrag der Stadt Eutin. Durch die Veränderung der Brutvogelwelt und sicher auch durch unterschiedliche Mähaktionen hat die Insel ein stets wechselndes Aussehen der Vegetation erhalten. Jürgensens Fazit: „Die starke Fraßtätigkeit der Gänse, die ,Gewaltaktion’ vor einigen Jahren gegen die Entstehung eines Birkenwaldes auf dem Eiland sowie die derzeitige manuelle Verhinderung einer Verbuschung durch die Brombeere zeigt Auswirkungen.“

LN

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