Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Unverdrossene Dorfverschönerer
Lokales Ostholstein Unverdrossene Dorfverschönerer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:59 14.06.2016
Holger Schwien, Rolf Naue, Gerd Sacknieß und Rolf Kotthoff (v. l.) vom Dörps-Verschönerungsverein Bosau im Pavillon am See: Deutlich ist der verbrannte Fleck auf dem Tisch zu sehen, offenbar Spur eines Grills. Quelle: Peyronnet

Sie wollen das Dorf verschönern, doch zunächst müssen sie erst einmal die Folgen gedankenlosen Tuns beseitigen. Der Tisch im Pavillon auf der Brookschen Uferwiese in Bosau ist von einem schwarz verkohlten Fleck verunstaltet. Da hat wohl jemand gedankenlos einen heißen Tischgrill abgestellt, vermuten die Dorfverschönerer.

Der Dörps-Verschönerungsverein ist gar kein eingetragener Verein, auch wenn er so heißt. Die 15 sogenannten ehrenamtlichen Mitgestalter haben sich neue Chefs gegeben: Rolf Naue, Holger Schwien und Hans Mielcarek stehen jetzt an der Spitze der Gruppe, die das mit dem Vorsitz und den Hierarchien nicht so genau nimmt. Mit ihrer Hände Arbeit sorgen die Mitglieder dafür, dass Bosau so schön bleibt, wie es ist – und sogar noch ein bisschen schöner wird. „Wir wollen nicht nur Unkraut zupfen, sondern auch Dinge in die Wege leiten“, sagt Naue.

So ein großes Ding, das größte überhaupt in der achtjährigen Geschichte der Dörps-Verschönerer, ist der Pavillon am Hundestrand der Brookschen Wiese. Vor zwei Jahren mit Hilfe von Spenden erbaut, stellt er einen erheblichen Wert dar. 2500 Euro wurden dafür investiert, nur für das Material. Die Arbeit übernahmen die Dörps-Verschönerer. Seit dem Himmelfahrtswochenende allerdings hat der Platz einen erheblichen Schönheitsfehler, eben den verbrannten Fleck auf dem Tisch. Ihn komplett zu erneuern, würde 800 Euro kosten. Geld, dass die Dörps-Verschönerer nicht haben. Ihnen fehlt die Kohle, stellen sie angesichts des verkohlten Tisches fest. Die pragmatischste Lösung: „Wir sind noch am überlegen, ob wir die Tischplatte einfach umdrehen“, sagt Naue.

Noch besser wäre es allerdings, die Verursacher des Schadens würden sich melden oder das, was sie angerichtet haben, sogar wieder gut machen. Gerne, sagen die Männer um Naue, dürften sich die verunglückten Grillmeister auch anonym bei der Gemeinde melden.

Von solchen Rückschlägen wie dem Vandalismusschaden lassen sich die Dörps-Verschönerer aber nicht entmutigen. Alle 14 Tage treffen sie sich montags am Kurhaus, um Arbeitszeit in die Schönheit Bosaus zu investieren. Sie haben den Kurhaus-Teich neu eingezäunt, im Katengarten ein Insektenhotel und einen Wetterstein angebracht, Schilder erneuert und gereinigt, das Ehrenmal gepflegt, 70 Bänke neu gestrichen und Blumenkästen, zum Beispiel am Haus des Kurgastes, an den Ortseingängen und auf dem Anleger der „Antje“ bepflanzt. Der Tourismusverein stiftet dafür die Pflanzen.

Damit sind die Ideen noch lange nicht erschöpft. Die nächsten Vorhaben stehen bereits an. Die Dörps-Verschönerer wollen die Wanderwege herrichten, vor allem den Jungfernstieg und den Panoramaweg.

Außerdem haben sie sich die Obstwiese am Kurt-Pause-Weg vorgenommen, die völlig vernachlässigt sei. Bei so großen Aufgaben sind neue Helfer gerne gesehen.

Arbeitstreffen sind jeden zweiten Montag (nächster Termin: 20. Juni) von 14 bis 16 Uhr, Treffpunkt am Haus des Kurgastes. Weitere Informationen bei Rolf Naue, Tel. 04527/1613.

 sas

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Neue Erkenntnisse verhindern kurzfristige Sanierung – Entsetzen bei Gymnasium und Kulturbund – Eigentlich sollte das Gebäude ab Herbst wieder zur Verfügung stehen.

14.06.2016

Die Stadt Oldenburg will ihren Bahnhof kaufen. Der Hauptausschuss hat sich laut Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) jetzt im nichtöffentlichen Teil der Sitzung dafür ausgesprochen, dass die Stadt der Bahn ein Kaufangebot macht.

14.06.2016

Über 60 kleine und große Akteure machten mit beim Singspiel über die „Bremer Stadtmusikanten“.

14.06.2016
Anzeige