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Uraufführung in Eutin: Funky Freischütz

Eutin Uraufführung in Eutin: Funky Freischütz

In der Spielzeit 2017 wollen die Eutiner Festspiele mit der "Wolfsschlucht" ein Crossover-Experiment wagen. "Wir bauen auf den 'Freischütz' auf. Zwei Drittel bleiben erhalten, hinzugefügt wird moderne Musik, zum Beispiel purer Funk", sagt der Dirigent strahlend.

Ohne diese Szene geht es nicht. In der „Wolfsschlucht“ muss Max zur Prüfung antreten (hier ein Bild aus der Spielzeit 2016).

Quelle: Benthien

Eutin. Auf der Seebühne wird gesägt, gehämmert und geschraubt, in der Opernscheune an Details des Programms gefeilt. In der Spielzeit 2017 wollen die Eutiner Festspiele ihr Publikum nicht nur mit der Operette „Die Fledermaus“ des Wiener Komponisten Johann Strauss unterhalten. Es steht auch eine Uraufführung an: „Die Wolfsschlucht“ – ein semikonzertanter Abend, kreiert auf der Basis eines klassischen Stücks. Oder, wie Dirigent Leo Siberski es salopp nennt: „Ein aufgepimptes Konzert.“

LN-Bild

Mit der „Wolfsschlucht“ wagen die Festspiele ein Crossover-Experiment.

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Die Idee dazu hat er vom Theater an der Wien, „eines der progressivsten Theater der Welt“, übernommen. Dort wird der Ring der Nibelungen „auseinandergeschnippelt und neu zusammengesetzt“. Siberski will in Eutin noch einen Schritt weitergehen und Carl Maria von Webers Klassiker „Der Freischütz“ nicht nur auseinandernehmen und mit neuer Dramaturgie versehen, sondern dazu noch mit elektronischer Musik versetzen. „Wir bauen auf den ,Freischütz’ auf. Zwei Drittel bleiben erhalten, hinzugefügt wird moderne Musik, zum Beispiel purer Funk“, sagt der stets experimentierfreudige Musiker und Dirigent strahlend.

Stützen kann er sich dabei auf Instrumentalisten der Kammerphilharmonie Lübeck (KaPhiL!). Sie wird die Eutiner Festspiele in der neuen Spielzeit mit insgesamt 55 Musikern unterstützen. Im Orchestergraben werden E-Gitarre, Schlagzeug und Keyboard vertreten sein. „Abgefeuert“ werden können zudem Elektro-Loops (bestehen aus vorab aufgenommenem Material, beispielsweise Begleitrhythmen).

„Wir sind der Überzeugung, dass ,Der Freischütz’ in unseren Kanon gehört“, sagt Leo Siberski in Übereinstimmung mit Intendantin Dominique Caron und Geschäftsführerin Sabine Kuhnert. „Aber er muss so häufig den Vorwurf der Biederkeit ertragen, das finden wir ungerechtfertigt. Ein bisschen können wir es verstehen: Vor 200 Jahren galten andere Theatergesetze. Wir möchten zeigen, was für ein geniales Stück es ist.“

Mit einem befreundeten Komponisten – Peer Baierlein aus Hamburg, der schon an vielen großen Bühnen in Deutschland und der Schweiz tätig war – hat Leo Siberski drei zusätzliche Songs für die „Wolfsschlucht“ erdacht, unter anderem eine Liebesballade für Agathe und Max. „Im ,Freischütz’ spüren wir nie Intimität zwischen den beiden, sie singen und sprechen nur übereinander“, bedauert er.

Das Ännchen kommt in der „Wolfsschlucht“ nicht vor. „Ihre Figur stellt ja das leichte, heitere Gegenmodell des Dunklen, Unheilvollen dar. Kontraste sind gut, aber wir finden neue“, sagt Siberski selbstbewusst. Bei ihm führt Kaspar durch die Handlung. „Er ist geschunden aus dem Dreißigjährigen Krieg zurückgekehrt. Davor hatte er eine Beziehung zu Agathe, die sich dann aber Max zugewandt hat.

Dieser ist Beamter, aber kein Jäger, und muss, um Agathe zu bekommen, diesen bescheuerten Probeschuss absolvieren.“

Du bist ja wahnsinnig, habe ihm sein Freund Baierlein vorgehalten, ehe er freudig zugesagt habe, bei dem Projekt mitzuwirken, sagt Leo Siberski. „Die Festspiele geben uns Gelegenheit, etwas ganz, ganz Neues zu machen!“ sagt er euphorisch. Er ist sich bewusst, „dass ,Der Freischütz’ ein Heiligtum ist, aber ich will ihn beleben und zugänglicher machen“. Die „Wolfsschlucht“ solle alte ,Freischütz’-Fans neugierig machen und Anhänger elektronischer Musik ansprechen. Das Ensemble wird aus fünf Personen bestehen. „Von Gage kann man nicht reden, es ist eher eine Aufwandsentschädigung.

Aber alle haben großes Interesse an dem Stück und daran, es genau hier, in Eutin, zu spielen“, sagt Leo Siberski.

Der Spielplan

„Die Wolfsschlucht“ wird am 12. August um 20 Uhr auf der Seebühne zu erleben sein.

„Die Fledermaus“ , eine Operette von Johann Strauss, hat am 8. Juli Premiere. Weitere Vorstellungen am 14., 20., 23., 26., und 29. Juli. Im August steht sie am 2., 5., 10., 13., und 18.

auf dem Programm.

„Eine romantische Reise von Wagner bis Weber“ beginnt am 15. Juli, 20 Uhr.

„Die wunderbare Welt der Operette“ beginnt am 28. Juli um 20 Uhr.

Der „Gala-Abend am Eutiner See“ findet statt am 26. August.

Tickets unter Tel. 04521/80010 oder per mail an ticket@eutiner-festspiele.de.

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