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Ostholstein Vandalismus: Wehr stellt Ultimatum
Lokales Ostholstein Vandalismus: Wehr stellt Ultimatum
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20:28 20.10.2017
„Daumen runter!“ Ratekaus Wehrführer Markus Thiel ist sauer auf die noch unbekannten Täter, die das Außengelände des neuen Feuerwehrgerätehauses mehrfach verwüstet haben. Quelle: Fotos: Christina Düvell-Veen

Sämtliche Taten ereigneten sich am vergangenen Wochenende. So wurde die Wehr am Freitag, 13. Oktober, um 23.27 Uhr zum zweiten Mal in diesem Jahr zur Grundschule gerufen. Bislang noch Unbekannte hatten das Holzspielpferd zum wiederholten Male in Brand gesetzt (die LN berichteten). Das bei den Kindern beliebte Pferd wurde – nach dem ersten Brand am 30. April – erst vor Kurzem repariert, die Mähne aus Kunsthaar neu angebracht.

Wütend und entschlossen zugleich sind die Ratekauer Feuerwehrleute. Unbekannte haben an mehreren Stellen gezündelt und sinnlos gewütet. Wehrführer Markus Thiel stellt den Tätern ein Ultimatum bis Montag. Wenn sie sich bis dahin nicht melden, will er Anzeige erstatten.

Aber auch die Ratekauer Wehr wurde Opfer von sinnloser Zerstörungswut. Und das ärgert Wehrführer Markus Thiel besonders, da die Wehr derzeit nicht nur Einsätze und Dienste bewältigt, sondern ganz engagiert auch an der Fertigstellung der neuen Feuerwache mitwirkt. „Viele von uns haben ihre Freizeit geopfert, und dann wird unsere Arbeit so mit Füßen getreten.“ Am späten Freitagnachmittag und am Sonnabend ab 8 Uhr waren etwa 30 Angehörige der Wehr mit der Herrichtung der Außenanlagen am neuen Feuerwehrhaus beschäftigt. Thiel: „Es wurde alter Boden abgetragen und circa 70 Tonnen neuer Mutterboden mit Fleiß, per Hand und mithilfe eines Baggers rund um das Gerätehaus verteilt. Außerdem wurden Blumen und Sträucher gepflanzt, Fahnenmasten und Fahrradständer ins Erdreich eingelassen sowie auf allen Rasenflächen Rasensaat gesät.“

Am Sonntagmorgen glaubte Gruppenführer Jürgen Wischnewski seinen Augen nicht zu trauen, als er auf der frisch gesäten Rasenfläche die tiefen Spuren eines Pkw feststellte. Außerdem sah er auf der gesamten Fläche des frisch gesäten Rasens Hundespuren. Noch am selben Vormittag beseitigten drei Feuerwehrleute den entstandenen Schaden und säten Rasen nach.

Am darauffolgenden Montag machte Wehrführer Markus Thiel seine morgendliche Fahrt ums Gerätehaus. Zunächst glaubte er nicht, was er sah. Verbittert berichtet er: „Diesmal wurde die Rasenfläche mutwillig und großflächig umgewühlt. Außerdem waren einige der frisch gepflanzten Blumen rausgerissen und beschädigt, der frische Mutterboden war über den neu gepflasterten Parkplatz verteilt.“

Im Laufe des Vormittags meldete sich ein Zeuge bei der Polizeistation Ratekau. Die Beamten berichteten, dass am Sonntagabend gegen 22 Uhr Jugendliche mit ihren funkgesteuerten Modellfahrzeugen auf dem Gelände gesehen wurden. Sie seien höchstwahrscheinlich für die Zerstörung verantwortlich. Der Zeuge gab auch an, von dem Vorfall ein Video aufgenommen zu haben. Er könnte es der Polizei gegebenenfalls zur Auswertung zur Verfügung stellen.

Die Feuerwehr Ratekau gibt den Tätern jetzt die Chance, sich bis Montag, 23. Oktober, telefonisch bei Wehrführer Markus Thiel unter 0176/23645584 zu melden. Sollte das geschehen, werde die Wehr eventuell von einer Anzeige absehen, kündigt er an.

Unter seiner Mobilnummer nimmt Wehrführer Thiel auch weitere Hinweise zu den Vorfällen entgegen.

Von Christina Düvell-Veen

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