Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Verfolgungsjagd in Oldenburg - Einbrecher nach Unfall gestellt
Lokales Ostholstein Verfolgungsjagd in Oldenburg - Einbrecher nach Unfall gestellt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:26 08.08.2012
Oldenburg

In ein Oldenburger Geschäft wurde am Mittwoch gegen 3 Uhr eingebrochen. Die Beamten stellten noch am Einsatzort einen 31-jährigen Tatverdächtigen, der allerdings laut Polizei heftigen Widerstand leistete. "Erst der Einsatz von Pfefferspray konnte die Gegenwehr stoppen", sagte ein Sprecher. Ein Polizist habe durch den Widerstand diverse Schürfwunden davongetragen, seinen Dienst aber fortsetzen können.

Der zweite Tatverdächtige flüchtete mit einem silberfarbenen Audi A6 von Oldenburg in Richtung Süden. Das Fluchtfahrzeug war mit hoher Geschwindigkeit auf der Bundesstraße 501 unterwegs, als es von der Polizei gesehen wurde.

Um die Verfolgung aufzunehmen, mussten die Polizisten ihren Funkwagen wenden. Dadurch hatten sie zunächst kurzzeitig den Sichtkontakt zum Flüchtigen verloren. Kurz hinter dem Ortseingang Grube fanden sie das Auto: Es steckte in einer Hauswand.

Der Audifahrer hatte offenbar in einer scharfen Linkskurve aufgrund zu hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Nach ersten Erkenntnissen fuhr er mit seinem Wagen geradeaus und durchbrach eine Hauswand zum Schlafzimmer der dortigen Erdgeschosswohnung.

Nach dem Unfall verließ der Fahrer den Audi und flüchtete zu Fuß.

Die mittlerweile eingetroffene Streifenwagenbesatzung hörte Hilferufe aus der Wohnung und entschied sich zunächst den Mietern zu helfen, die im Mobiliar eingeklemmt waren. Während sich der Mann allein hatte befreien können, halfen die Beamten seiner Ehefrau aus den Trümmern.

Die Rentnerin kam mit Verdacht auf Armfraktur anschließend in die SANA-Klinik nach Oldenburg. Ihr Ehemann wurde mit noch unbekannten Verletzungen in die Universitätsklinik nach Lübeck gebracht. Lebensgefahr besteht für das 74-jährige Ehepaar nicht.

Weitere Streifenwagen machten sich derweil auf die Suche nach dem Flüchtigen. Er wurde von zwei Polizisten aus Bad Schwartau gut 90 Minuten nach der Tat gefunden, weil ihn ein Diensthund in der Nähe des Unfallorts aufgespürt hatte. "Auch der 36-Jährige ließ sich nicht widerstandslos festnehmen", sagte der Sprecher, "dabei wurde er von dem Polizeihund gebissen."

Nach der vorläufigen Festnahme des Mannes wurden seine Bissverletzung im Unterschenkel und Verletzungen, die höchstwahrscheinlich durch den Autounfall hervorgerufen wurden, in einem nahe gelegenem Krankenhaus untersucht.

Insgesamt waren neun Streifenwagen und ein Diensthund im Einsatz. Die Ermittlungen der Lübecker Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei in Oldenburg dauern an.

LN

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Neustadt/Kiel - Wieder einmal hat der Zoll einen Rauschgiftschmuggler in einem ICE auf der Strecke Hamburg-Kopenhagen ertappt. Der Mann hatte vier Kilogramm Amphetamin und 5500 Ecstasy-Tabletten bei sich.

08.08.2012

i.H. - Eine 52-Jährige hat am Dienstag einen Jugendlichen mit dem Außenspiegel ihres Autos gestriffen. Der Fußgänger hat seinen Weg aber einfach fortgesetzt. Jetzt sucht die Polizei nach ihm sowie Zeugen des Unfalls.

08.08.2012

Am Montagabend um 18.30 Uhr strandete eine 8,2 Meter lange Segelyacht vor der Steilküste in Dahme. Der Segler auf der Yacht war bertunken und bekifft. Er wurde bei dem Aufprall leicht verletzt.

07.08.2012