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Ostholstein Vermutlich Noro-Virus: 13 erkrankte Hotelgäste
Lokales Ostholstein Vermutlich Noro-Virus: 13 erkrankte Hotelgäste
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21:10 23.01.2017
Elektronenmikroskopische Aufnahme von Noroviren (undatierte Aufnahme). Quelle: Gudrun Holland/RKI/Robert-Koch-Institu/dpa
Malente

Zunächst sei von einem Einzelfall ausgegangen und deshalb der Rettungsdienst gerufen worden. Dann meldeten sich nach und nach weitere Hotelgäste und schilderten ihre Symptome, berichtete Sichardt.

Eine Reihe von Rettungswagen wurde zum Hotel geschickt, Rettungsassistenten legten bei mehreren Erkrankten Infusionen.

Ein großer Teil der Kranken sei zuvor außer Haus essen gewesen, sagte Sichardt. Das ebenfalls hinzugezogene Gesundheitsamt habe die Gäste befragt. Als einzige Gemeinsamkeit habe sich herausgestellt, dass alle Erkrankten vor Ausbruch der Krankheit den Wellnessbereich genutzt hätten. Offenbar habe ein Gast das Virus mitgebracht, das sich dann im Wellnessbereich ausgebreitet habe.

Der Wellnessbereich und die Zimmer der betroffenen Gäste seien sofort gesperrt und gestern umfassend gereinigt und desinfiziert worden. Außerdem seien die Mitarbeiter – keiner von ihnen war erkrankt – bereits vorher geschult worden, weil es vor Kurzem einen unbestätigten Noro-Verdachtsfall bei einem Mitarbeiter gegeben habe.

Der Fachdienst Gesundheit des Kreises Ostholstein bestätigte am späten Montagnachmittag, dass inzwischen 13 Gäste des Hotels erkrankt sind. „Eine Infektion mit dem Noro-Virus kann als wahrscheinlich angenommen werden. Alle Mitarbeiter sind nach Stand Sonntag wohlauf. Eine Mitarbeiterin wurde auf Grund einer Schwangerschaft beurlaubt“, sagte Carina Leonhardt, Sprecherin des Kreises. Insgesamt hätten sich 107 Gäste im Haus aufgehalten. Die betroffenen Urlauber seien am Sonntag alle „ nach Belehrung durch den Fachdienst Gesundheit“ mit dem eigenen Auto abgereist. Laut Leonhardt seien sicherheitshalber Proben aus dem Hotel-Lebensmittelbereich genommen und an das Landeslabor in Neumünster geschickt worden. Ein Infektionsherd aber sei unwahrscheinlich. „Der Hotel- und Restaurantbetrieb kann fortgeführt werden.“

 Susanne Peyronnet

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