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Ostholstein Viel Lob für das Engagement aller ehrenamtlichen Helfer
Lokales Ostholstein Viel Lob für das Engagement aller ehrenamtlichen Helfer
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20:19 04.01.2016
Auf ein gesundes, friedvolles 2016 stießen Pastorin Heike Bitterwolf und Bosaus Bürgervorsteher Alfred Jeske beim Neujahrsempfang im Gemeindehaus an. Quelle: Manuela Boller

Zeit für Gespräche über Pläne, Vorsätze oder Vergangenes bei einem gepflegten Getränk und leckeren Häppchen — das macht den besonderen Charme des Bosauer Neujahrsempfangs aus. Nach einem Gottesdienst mit Abendmahl hatten der Kirchengemeinderat der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Bosau und Pastorin Heike Bitterwolf zu dieser ersten Zusammenkunft im neuen Jahr eingeladen — und viele kamen.

Die Grüße der kommunalen Ebene richtete Bürgervorsteher Alfred Jeske aus und stellte seinem kurzen Rückblick ein Zitat von Albert Einstein voran: „Wenn das alte Jahr erfolgreich war, dann freut euch auf das neue und wenn es schlecht war, dann erst recht . . .“

Ein Thema, das in der Gemeinde Bosau bewegte, war vor allem der schreckliche Unfalltod zweier junger Feuerwehrkameraden auf der L 176 gleich zu Jahresbeginn. In der Gemeinde wurde das heftig diskutierte Baugebiet Uhlenbusch in Bosau auf den Weg gebracht, einem Baubeginn stehe nun nichts mehr im Wege. Auch in Hutzfeld sei ein Baugebiet ausgewiesen worden. Nicht minder kontrovers debattiert worden sei das Windkraftprojekt. Ein glückliches Ende habe die Fusion der Hutzfelder Heinrich-Harms-Schule mit der Eutiner Wilhelm-Wisser-Schule genommen. Jeske: „Viele Befürchtungen der Eltern sind nicht eingetreten. Mit der Wisser-Schule haben wir einen guten Partner gefunden.“ Der Bürgervorsteher wies auch auf die veränderte Trägerschaft bei den Kindertagesstätten hin, die jetzt beim Kindertagesstättenwerk des Kirchenkreises Ostholstein liege.

In seinem Blick auf die Weltgeschehnisse warnte Jeske davor, die Umweltbelange aus den Augen zu verlieren, auch wenn Krieg und Gräueltaten diese überlagerten. In einem dringlichen Appell bat er darum, in der Hilfsbereitschaft für Asylsuchende nicht nachzulassen. „Helfen müssen wir, aber das gibt es nicht zum Nulltarif. Mit Bund und Land muss vernünftig über die Kosten geredet werden. Allein schaffen es die Kommunen nicht.“ In der Gemeinde Bosau seien alle 84 Flüchtlinge gut untergebracht. Um die zusätzliche Arbeit besser zu bewältigen, sei eine weitere befristete Stelle im Amt geschaffen worden. Jeske machte keinen Hehl über seine Enttäuschung angesichts des Verhaltens etlicher EU- Mitgliedsstaaten in der Flüchtlingsfrage. Deutschland werde allein gelassen, wo bleibe der Gedanke der Solidarität? Dass sie vor Ort jedenfalls vorhanden sei, davon zeuge das großartige Engagement der ehrenamtlichen Helfer in der Gemeinde. Jeske lobte den Einsatz aller Vereine und Verbände, der Dorfschaften sowie der Feuerwehren. Den musikalischen Part übernahmen Sergej Tscherepanov am Flügel und Jesus Corillo (Querflöte).

„Mit der Wisser-Schule haben wir einen guten Partner gefunden.“
Alfred Jeske (CDU), Bürgervorsteher

Manuela Boller

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