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Ostholstein Viel Prominenz am Steuer
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19:16 26.08.2017
Über 170 von 180 gestarteten Old- und Youngtimer erreichten das vorletzte Etappenziel der Rallye: Gut Sierhagen. Quelle: Fotos: Billhardt

Horst Bendfeldt aus Neustadt nutzte gestern die sich bietende Gelegenheit – „ich sammle seit 1970“ – und fügte seinen über 9000 Unterschriften noch ein paar prominente dazu. Gleich im zweiten Auto, einem alten Porsche 911 Turbo, saß Schauspieler Ralf Moeller. „Es ist fantastisch. Ich bin, im Gegensatz zu meinem Kollegen Richy Müller, das erste Mal dabei und die Landschaft ist toll“, sagte Moeller ganz begeistert und ergänzte noch: „Wir sind durch Neustadt gekommen, wo meine Tante wohnt. Allerdings waren wir zu schnell, um ,Hallo’ zu sagen.“

Die Fahrer der Hamburg-Berlin-Klassik starteten am Sonnabend ihren dritten Renntag. Auch einige Promis sind dabei. Nach ihrem Stopp am Freitag in Lübeck, ging es für die Fahrer und ihre heißen Flitzer am Sonnabend durch Ostholstein und Stormarn. Die LN waren dabei.

Der Tross war früh um 8 Uhr in Lübeck gestartet. Über Pronstorf führte die Etappe in die Segeberger Kleingemeinde Berlin und schließlich von Plön aus weiter nach Grömitz bis auf den Gutshof von Sierhagen zur Mittagspause. Auch die zweifache Olympiasiegerin Katarina Witt und Prinz Leopold „Poldi“ von Bayern waren bei ihrer Ankunft schnell umringt von Schaulustigen, die sich nicht nur für die Fahrzeuge interessierten.

„Das Auto läuft wie eine Nähmaschine“, sagte die ehemalige Eiskunstläuferin und stieg aus dem BMW 328, Baujahr 1937. „Bei den Wertungsprüfungen versuchen wir uns anzustrengen und wenn es nicht klappt, ärgern wir uns ein bisschen“, erzählte Kati Witt charmant lächelnd und fügte hinzu: „Bei dem Wetter Cabrio zu fahren, ist das Schönste überhaupt.“ Prinz „Poldi“ konnte da nur beipflichten. Er habe viel Spaß dabei mit dem „alten Herren“ – und meinte den blauen BMW – die Rallye zu fahren.

Ein Teilnehmer nach dem anderen kam durchs Tor gefahren, begrüßt von den zahlreichen Besuchern und eingewiesen von vielen fleißigen Helfern. Die ganz alten Autos bekamen vor der Gutsvilla einen exponierten Stellplatz. So durfte Thoralf Volkens seinen Alvis Silver Eagle von 1936 hier abstellen und zog, bevor es auf die abschließende Etappe ging, ein kleines Fazit: „Es ist bis jetzt hervorragend gelaufen.“ Nur wenige Meter entfernt stand mit dem Bentley Le Mans, Baujahr 1929, der älteste unter den Startern. Das Fahrzeug trug daher die Startnummer 1 auf der Fahrertür. Sierhagen als Erster erreichten allerdings Ralf Klaus und Hans Georg Ahrens mit ihrem grünen Talbot London (1933). Am gestrigen Nachmittag endete die Rallye in der Hamburger Ballinstadt. Gefeiert wurde dann anschließend bis in den späten Abend in der Fischauktionshalle.

Eine Bildergalerie gibt es auf www.LN-online.de/Ostholstein.

 Markus Billhardt

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