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Viele Ideen für ein modernes Malente

Malente Viele Ideen für ein modernes Malente

80 Interessierte machen das erste Forum zum Integrierten Gemeindeentwicklungskonzept zu einem Erfolg.

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Anja Kasch ist eine von vielen, die die Zukunft mit Tatkraft und konkreten Projekten mitgestalten will.

Malente. Als hätten sie nur darauf gewartet, gefragt zu werden: Gut 80 Malenter Bürger nahmen am Mittwoch die Chance wahr, ihre Ideen für eine blühende Zukunft der Gemeinde einzubringen und kritische Punkte anzusprechen. „Unser Malente 2030“ ist das Motto des Zukunftsprozesses, der über ein Integriertes Gemeindeentwicklungskonzept (Igek) konkretisiert und in der Folge gestaltet werden soll. Ein Motto, das die öffentliche Startveranstaltung eindrucksvoll mit Leben füllte, nachdem Stephan Kathke vom Planungsbüro Ernst Basler & Partner den theoretischen Teil abgearbeitet hatte.

LN-Bild

80 Interessierte machen das erste Forum zum Integrierten Gemeindeentwicklungskonzept zu einem Erfolg.

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Mit der Schilderung ihrer Wahrnehmung von Malente als Wirtschaftsstandort, als Erholungsziel und Lebensort bauten jeweils zwei Insider eine thematische Brücke zu den Werkstattrunden. Michael Kühn, Vorsitzender der Wirtschaftsvereinigung, betonte, dass die Malenter Wirtschaft mehr sei als die Bahnhofstraße. Wolfgang Schumacher, Geschäftsführer von Kendrion Kuhnke, verknüpfte die Anforderungen des Berufslebens mit dem nötigen Ausgleich, für den man die Bedingungen schaffen müsse.

Dass die naturgegebenen Voraussetzungen dafür wie für den Tourismus in Malente hervorragend sind, war der Ausgangspunkt für die Ausführungen von Anja Kasch (Landgasthof Kasch/Dehoga) und Kathrin Dehn-Schuhmacher: „Wenn die Gäste hier sind, merken sie: Malente ist toll“, berichteten beide. Genau dies müsse aber bereits im Vorfeld kommuniziert werden – über eine Regionalvermarktung und ein zu entwickelndes Alleinstellungsmerkmal. Darüber hinaus wünschten sie sich ein Gesicht für den Tourismus in Malente, wie es andere Orte hätten: „Wir brauchen jemanden, der sich verantwortlich fühlt.“

Mit dem Alltagsleben von Malenter Familien hatten sich Bernhard Kardell (Awo) und Annett Klöfkorn-Papke befasst. Die Leiterin des Awo-Kinderhauses vermisste praktische Hilfen wie Betreuungsangebote für Kinder, gebündelte Information etwa in einem Flyer für Eltern und Treffs für Jugendliche. Kardell lenkte den Fokus auf ein Miteinander der Generationen.

Ein Ansatz, den die Neu-Malenterin Svetlana Deckert aufgriff: „Ich habe an meinem früheren Wohnort ein Großelternpatenprojekt ins Leben gerufen, das auch hier Malente sinnvoll wäre“, so die berufstätige Mutter einer siebenjährigen Tochter. Ihre Idee wurde auf einem der grünen Chancen-Zettel notiert, die nach einer Stunde Austausch zahlreich an den Stellwänden hingen. Von großen Träumen bis zu kleinen Maßnahmen war alles lesen: ein Dienstleistungszentrum für Selbstständige, ein Gemeindemanager, die Bahnhofstraße als Fußgängerzone, Wohnungsbauförderung, Shop- in-Shop im Bahnhof, ein regionaler Bauernmarkt in den Leerständen, besseres Innen- und Außenmarketing, neue Seerundfahrtangebote mit modernen Schiffen – die Reihe ließe sich lang fortsetzen.

In den kommenden Monaten werden die Planer diesen Input und weitere Aspekte konzeptionell ordnen. Für den Februar 2017 ist eine vertiefende Arbeit in den Themengruppen vorgesehen, um konkrete Projekte entwickeln zu können, die dann voraussichtlich im September 2017 in einem weiteren öffentlichen Forum vorgestellt werden.

Astrid Jabs

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