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Ostholstein Vision einer ganz neuen Wachstums-Region am Belt
Lokales Ostholstein Vision einer ganz neuen Wachstums-Region am Belt
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18:18 16.05.2017
Hansebelt-Geschäftsführer Bernd Jorkisch. Quelle: Foto: Peter Mantik
Ostholstein

Neue Jobs, zusätzliche Gewerbegebiete, wachsende Wirtschaftskraft, eine eigene deutsch- skandinavische Unternehmenskultur: All dies sind für Hansebelt- Chef Bernd Jorkisch durchaus erreichbare Ziele in der Region Ostholstein/Lübeck – bei einer Realisierung der festen Fehmarnbeltquerung. Damit begegnet der Vorstandsvorsitzende den Projektgegnern, die immer wieder betonen, dass noch nie jemand die positiven Chancen einer festen Querung nachvollziehbar und konkret benannt habe.

Zur Hansebelt- Initiative gehören 90 Unternehmen. Geschäftsführer Bernd Jorkisch skizziert die Zukunftschancen.

„Basis für Wachstum ist Infrastruktur.Bernd Jorkisch

Hansebelt

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Dem Hansebelt-Initiativkreis gehören 90 Unternehmen zwischen Hamburg und Puttgarden an.

Ziele: Unternehmenskultur schaffen, Traumjob im Hansebelt, enge Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Kopenhagen/Malmö, Einsatz für gute Rahmenbedingungen auf der Hansebelt-Achse und Kommunikation nach innen und außen.

Dem Hansebelt-Initiativkreis gehören 90 Unternehmen zwischen Hamburg und Puttgarden an. Jorkisch betont: „Hansebelt hat sich zum Ziel gesetzt, erkennbare wirtschaftliche Chancen in der Region zu nutzen.“ Der Belttunnel mit der Schienenanbindung sei dabei ein zentraler Faktor.

Voraussetzung für Wachstum sei eine moderne Infrastruktur. Die neue europäische Nord-Süd-Achse befinde sich voll im weltweiten Trend. „Macao wird mit Hongkong sowie San Francisco mit Oakland verbunden. Das alles passiert nicht ohne Grund“, sagt Jorkisch. Verbindungen von Metropolen sorgten für Wachstum in jeglicher Hinsicht – gesellschaftlich wie wirtschaftlich.

Der deutsche Vertragspartner Dänemark habe zudem mit anderen Querungen hervorragende Erfahrungen gemacht. Er wünsche sich, dass ein Teil der dänischen Begeisterung auch über den Belt und Sund schwappe. Er wisse zwar um eventuelle Beeinträchtigungen insbesondere für Ostholstein während der Bauphase, doch wolle er als Wirtschaftsexperte die positiven Effekte benennen. Die Sorge der Tourismustreibenden versteht er, sagt aber auch: „Positiv für den Tourismus wäre die gute Erreichbarkeit und ein ICE-Halt beispielsweise in Oldenburg.“ Die Ostseeküste werde besser erreichbar für Millionen Menschen. Hierfür gelte es zu kämpfen.

Das interkommunale Gewerbegebiet, das bei Gremersdorf entsteht, sei ein erster Schritt. Ein zweites Gebiet sei bei Ratekau geplant. Ostholstein gehöre zur Logistikdrehscheibe des Ostseeraums. Die Dänen seien einen Schritt voraus. Sie hätten mehr als 100 Hektar Gewerbegebiet voll erschlossen – zu einem Preis pro Quadratmeter ab 13 Euro. Davon könne man in Deutschland bisher nur träumen.

Ostholstein mit seiner Lage zwischen Hamburg und Malmö/Kopenhagen würde mit der festen Beltquerung künftig aus zwei Richtungen eine dynamische Entwicklung erleben, beispielsweise für einen internationalen Arbeitsmarkt. Jorkisch: „Für junge Familien ist Ostholstein ein Standort, der ein Eigenheim vergleichbar günstig realisieren lässt.“ Die Lebensqualität mit einer wunderschönen Natur und Küste sei gegeben – und dank der Querung der Arbeitsplatz in den Metropolen oder der Hansebeltregion schnell erreichbar.

Hansebelt reagiert auf den demografischen Wandel, indem man potenziellen Fachkräften frühzeitig Jobs anbietet. „Wir benötigen Arbeitsplätze, suchen qualifizierte, junge Menschen“, beschreibt Jorkisch die Aufgabenstellung.

Damit dies gelingen könne, wolle man eine Unternehmenskultur schaffen, die den Menschen in den Mittelpunkt stelle. Ziel: Hanseatische Werte kombiniert mit positiver skandinavischer Gelassenheit.

Hansebelt wirbt daher bereits jetzt mit einem Booklet, das den Titel „Go North!“ trägt, an Deutschlands Hochschulen. In dieser Broschüre wird skizziert, wie sich die Hansebelt-Region definiert. Ein Slogan darin lautet: Traumjob im Hansebelt. Erste Bewerbungen von Studenten gebe es auch schon. Jorkisch erläutert: „Es gibt schon jetzt einmal im Jahr einen Hansebelt-Begrüßungsempfang, bei dem Fachkräfte willkommen geheißen werden.“ Dies komme, so Jorkisch, super an.

Peter Mantik

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