Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Visionen und „Mut zum Abriss“ für Heiligenhafen
Lokales Ostholstein Visionen und „Mut zum Abriss“ für Heiligenhafen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:19 05.07.2013
Von Peter Mantik
Will die Entwicklung Heiligenhafens vorantreiben: Bürgermeister Heiko Müller (parteilos) sieht großes Potenzial. Quelle: Foto: Peter Mantik
Heiligenhafen

Die touristische Entwicklung Heiligenhafens verläuft rasant. Die Erlebnisseebrücke war letztes Jahr der eindrucksvolle Auftakt, Marina Resort sowie Hafenhotel „Meereszeiten“ folgen wie berichtet schon demnächst und auch das Vier-Sterne-Plus- und das Beach-Hotel (drei Sterne) an der Seebrücke stehen planerisch in den Startlöchern. Nun gilt es in der Warderstadt, diesen Schwung auch auf die Umgestaltung der Innenstadt zu übertragen.

Hierfür wurde das Planungsbüro Cima mit der Erstellung eines Entwicklungskonzeptes — Schwerpunkte Einzelhandel/Gewerbe, Altstadt, Bauen und Wohnen — beauftragt. In diesen Prozess, der mit einer Präsentation im März 2014 abgeschlossen sein wird, wurden auch die Bürger sowie Urlaubsgäste der Warderstadt in Form einer Online-Ideensammlung und bei einem Workshop mit eingebunden.

Bürgermeister Heiko Müller setzt große Stücke auf diese Herangehensweise. „Ich erwarte, das Cima auch zeitgemäße sowie erfolgversprechende Trends aus anderen Städten einbezieht.“ 40 000 Euro ist der Verwaltung dieser richtungsweisende, konzeptionelle Schritt wert.

Der Bürgermeister sieht als einen wichtigen Baustein den „Mut zum Abriss“ an. Man müsse sich in Heiligenhafen aus alten Denkmustern verabschieden und neue Ansätze verfolgen. Cima und die Bürger sollen hierfür die Richtung vorgeben. Einen ersten Einblick in das Stimmungsbild der Bürger gibt Stadtmanager Oliver Behncke: „Viele sind für die Attraktivierung des Marktes und der Innenstadt, auch taucht immer wieder das Thema Mehrgenerationenhaus in der Theodor-Storm-Schule auf.“ Am Markt stünde ein Wasserspiel oben auf der Vorschlagsliste.

Auch Müller höchst persönlich glänzt mit Ideen. „Ich denke an ein Segler-Quartier im Yachthafenbereich. Denn viele würden sicher auch gern nach der aktiven Seglerzeit in maritimer Atmosphäre in Heiligenhafen bleiben. Modelle wie Mehrgenerationenhäuser sind hingegen bundesweit gescheitert.“

Und Behncke ergänzt: „Unsere Segler haben ein Durchschnittsalter von 61 bis 62 Jahren. Da würde es sicher Sinn machen, diese Klientel an die Warderstadt zu binden.“ Beide betonen, es müsse der Stadt darum gehen, Alleinstellungsmerkmale zu entwickeln, um auf lange Sicht im Werben um Gäste konkurrenzfähig zu bleiben. Grundsätzlich sei der richtige Weg eingeschlagen.

„Wir haben für den Tourismus alle möglichen Fördergelder vom Land abgeschöpft. Die gibt es ja nur noch bis 2014. Womöglich gibt es, so hört man aus Kiel, demnächst Gelder für die Umgestaltung von Innenstädten. Angesichts dessen denke ich, alle Entscheidungsträger, Stadt, Stadtvertretung und HVB, haben die richtigen Prioritäten in der Entwicklung unserer Stadt gesetzt“, sagt Müller. „Mich rufen immer mehr interessierte Investoren an, denen ich unsere schöne Stadt präsentieren darf.“

„Es gibt einige Investoren, die sich für Heiligenhafen interessieren und sich die Stadt zeigen lassen.“
Heiko Müller, Bürgermeister

Peter Mantik

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Kommunale Kino (KoKi) Neustadt zeigt am Dienstag, 9. Juli, um 20 Uhr im Kino-Center Neustadt den Dokumentarfilm „Water makes money“.

05.07.2013

Geld- und Sachspenden für Kinderwettbewerbe beim Schützenfest.

05.07.2013

Annelotte und Dorle Weiß sowie Anne Auerbach zeigen in Bosau weitere Bilder.

05.07.2013